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Alt 23.11.2010, 06:56   #1
°°Klausnolle°°
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Daumen hoch Navi Test 2010

Navi-Testbericht über mobile Navigationsgeräte 2010

Becker Z113 und Z116 Navi Test

Im Hause Becker herrscht Umbruchsstimmung. Bereits Anfang des Jahres erfolgte der Zusammenschluss mit Falk zur United Navigation GmbH. In diesem Zuge wurde auch die Becker-Produktpalette überarbeitet- den Einstieg in die neue Becker-Navi-Welt bilden jetzt die Modelle Traffic Assist Z113 und Becker Z116.

Rein äusserlich unterscheiden sich die Navis nur marginal voneinander. Das teure Becker Z116 hat eine silberfarbene Randfassung, das Z113 dagegen ist in schlichtem Schwarz gehalten. Beide Modelle fühlen sich deutlich kantiger an als ihre Vorgänger, doch das tut dem allgemein positiven Qualitätseindruck keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil- beide liegen überaus gut in der Hand, wo sie selbstverständlich nicht lange bleiben. Da sie ihre Arbeit vorzugsweise an der Windschutzscheibe verrichten, werden sie kurzerhand in die Halterung gesteckt. Diese gefällt mit einem angenehm einfach zu bedienenden Einrast- und Verstellmechanismus.


Neue Schale- neuer Kern im Becker Z113 und Z116

Doch auch unter dem wohlgeformten Gehäuse hat sich einiges verändert. Der einstige Becker Zulieferer Navigon ist von Bord gegangen, stattdessen sitzt nun der ungarische Hersteller iGo am Steuer. zunächst erwartet einen bei beiden Navis eine überarbeitete und in weiten Teilen verbesserte Menüoberfläche. Das aufgeräumte Hauptmenü bietet schnellen zugang zu TMC-Meldungen. Zieleingabe und der Bluetooth-Freisprecheinrichtung (nur beim Traffic Assist Z116) oder der Kartenansicht. An einer Tradition hält Becker aber auch bei seiner neuesten Navigeneration fest. Die rote Zurück-Taste mit dem Becker-Emblem bleibt fester Bestandteil des Gehäuses, eine gute Entscheidung, wie Navi Test findet, denn wenn man sich an den leuchtende Knöpflein erst einmal gewöhnt hat, navigiert es sich vorzüglich und fast unterbrechungsfrei durch die animierten Menüs.

Ebenfalls positiv fiel im Navitest die zügige und einfach gestaltete Zieleingabe ins Auge. Zwar hat man hier das Rad nicht komplett neu erfunden, das Eintippen geht aber, dank der neuen Navigationssoftware deutlich flotter vonstatten. Hilfreich war und ist dabei die Buchstabenausblendung, so tippt man nicht so schnell daneben. Wer des Öfteren auf eine Routenfunktion zurückgreifen muss, dürfte sowohl mit dem Becker Z113 als auch mit dem Z116 voll auf seine Kosten kommen, denn hier lassen sich Ziele einfach wie eine Perlenkette aneinanderreihen. Auch nachträglich ist es kein Hexenwerk, die Reihenfolge der ziele zu ändern oder einzelne Ziele zu editieren.
Karte voll und Nachtansicht toll

Im Dunkeln ist gut munkeln auch mit den beiden Becker Navis. Verantwortlich dafür ist die Nachtansicht. Sie fällt bei beiden Navi Tests derart kontrastreich und angenehm aus, dass es eine wahre Freude ist, über nächtliche Straßen zu navigieren.

Leider birgt die neue Navigationssoftware aber auch einige Wermutstropfen. An erster Stelle ist hier die Kartenansicht zu nennen. Zuletzt glänzte diese unter anderem mit einer hervorragenden Signpost-Darstellung und einer übersichtlichen, weil schlicht gehaltenen 3-D-Ansicht. Zwar verfügen auch die neuen Modelle über eine Signpost-Darstellung, doch dieses kann nicht an die Übersichtlichkeit der allen Navigationssoftware anknüpfen. Vor allem auf Stadtautobahnen und im Stadtverkehr wird die Übersicht durch die teils mehrfach aufpoppenden Schilden deutlich reduziert.

Einigermaßen verspielt präsentiert sich auch die 3-D-Ansicht. Überfährt man beispielsweise ein eher hügeliges Gelände, wird dieses auf der Karte recht übertrieben dargestellt Die Straße vor einem scheint buchstäblich in eine Schlucht zu stürzen. In Städten wiederum irritieren unter anderem die eingezeichneten Richtungspfeile für Einbahnstraßen. Doch das war´s schon an Kritik. Die wenigen Schwächen vermögen den insgesamt sehr positiven Eindruck kaum trüben.
Am Stau vorbei mit Becker-TMC

Dynamische Navigation gehört dieser Tage bei einem mobilen Navi zum guten Ton. Da machen auch die beiden neuen Becker Navis keine Ausnahme. Über die im Ladekabel versteckte Antenne gelangen die Verkehrinformationen ohne lästige Zusatzstrippen auf das Navi. Im Navi Test warnten beide Navis sehr frühzeitig vor Staus auf den Testrouten.

Auch sonst konnte die Routenberechnung im Navi Test überzeugen. Sowohl das Becker Z113 als auch das Becker Z116 berechnen die Routen auf Wunsch anhand historischer Verkehrsdaten. Zu Stoßzeiten kann es also sein, dass einen das mobile Navi auf eine andere Strecke lotst als sonst. Im Navi Test schickte er den Tester statt durch den Tunnel über eine gut befahrene Nebenstraße. Auf Wunsch lässt sich diese zeitabhängige Berechnung aber auch deaktivieren.

Fazit: Becker setzt mit beiden Navis voll auf die klassischen Tugenden eines mobilen Navis, nämlich gute Bedienbarkeit und solides Routing. Auch unter der Hülle unterscheiden sich beide Navis nur marginal voneinander. Lediglich die integrierte Bluetooth-Freisprecheinrichtung hebt das Becker Z116 vom kleinen Bruder Z113 ab.

Becker Traffic Assist Z113
Becker Traffic Assist Z116
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Becker Traffic Assist Z 213 und Z215


Zwei neue Navigationsgeräte mit modernster Form und hochwertiger Technik im Navi-Test.

Mit dem Becker Traffic Assist Z213 und Z215 verspricht man Autofahrern den Eintritt in die Navigation-Premiumklasse.

Äusserlich erfüllen beide Navis diesen Anspruch schon auf den ersten Blick. Sie sehen nahezu identisch aus, schick und schnörkelos, einzig zu unterscheiden durch die etwas dickere Chromumrandung des Becker Traffic Assist Z215. Ausgestattet mit einem 4,3-Zoll großen touchsreen-Bildschirm bieten sie zwar keine Gardemaße. Die Displays mancher Mitbewerber sind bis zu 5 Zoll groß, die Handlichkeit ist ja kein Makel.

Noch wichtiger sind die Qualität und Funktion, und auch hier sind beide Becker-Navigationssysteme top. Ihre berührungsempfindlichen Bildschirme sprechen zuverlässig auf Eingaben an, wenngleich sie sich hin und wieder einen Tick zu lange Zeit für ihre Rückmeldung lassen.
Adresseingabe per Sprachbefehl

Dass bei der Adresseingabe nicht mehr in frage kommende Buchstaben ausgeblendet werden, darf man in dieser Preisklasse erwarten. Mit dem Becker Traffic Assist Z 215 können Fahrer sich die Buchstaben-Tipperei am Display aber komplett sparen, indem sie ihrem Navigationssystem die Adresse einfach vorsprechen. Sofern man sich an die richtige Reihenfolge erst die Stadt, dann die Straße hält, funktioniert dies einschließlich Hausnummer zuverlässig und erfordert dann nur noch einen einzigen Klick, um die Routenberechnung zu starten. One-Shot-Sprachsteuerung nennt sich das .

Beide Navis beherrschen Text-to-Speech und sagen auf Wunsch alle Straßennamen an. Für die Orientierung in femden Städten ist das manchmal Gold wert. Schade allerdings, dass das Becker -Navi besser hört als es spricht, denn die Ansagen klingen bisweilen ein bisschen scheppernd. Das gilt übrigens für beide Straßen-Navis.
Berücksichtigung von Staus

Bevor die Navi-Tour zu fremden Zielen starten kann, steht jedoch die Berechnung der Routen auf dem Programm. beide becker-Navigationssysteme agieren hier flott, ohne jedoch Sprints hinzulegen. Das Resultat ist erfreulich, denn sowohl das Becker Z213 als auch das Z215 machen kaum Fehler bei ihren Routenplanungen.

Allerdings erscheint nicht jede Streckenführung zunächst auch als die günstigste, doch dafür gibt es einen triftigen Grund und der heißt Navteq Traffic Patterns. Dank dieser Technik berücksichtigen beide Becker Navigationssysteme für ihre Routenplanungen auch gespeicherte Verkehrsdaten, etwa den täglichen Berufsverkehr Stau auf den Autobahnen. Anhand dieser tages- und uhrzeitabhängigen Daten wollen die beiden Navigationsgeräte den voraussichtlich optimalen Streckenverlauf bestimmen.

Im Zusammenspiel mit den Stauwarnsystemen TMC im Becker Z213 und TMC-Pro im Becker Z215 kann dies für wunderbar freie fahrt sorgen, aber manchmal halt auch für kleine Umwege. Wobei der Premiumdienst TMC Pro erfahrungsgemäß für zuverlässigere und bessere Ergebnisse bürgt.
Überzeugende 3-D-Darstellung

In puncto Darstellungsqualität schenken sich beide Navigationssysteme dagegen nichts. Sie beeindrucken mit gut gestalteten Karten, wirklichkeitsgetreuer Beschilderung von Autobahnkreuzungen und einem Fahrspurassisteten.

Insbesondere im 3-D-Modus überzeugen beide Becker-Navis durch die topografische Geländedarstellung sowie mit 3-D-Ansichten markanter Gebäude. Dadurch erleichtern sie dem Fahrer die Orientierung. Voraussetzung ist allerdings, das keine Straßennamen und möglichst wenige Sonderziele also sehenswerte Orte als Symbole eingeblendet werden.

Ist dies nämlich der Fall, verwandelt sich der Vorteil der dreidimensionalen Ansichten zum Nachteil, denn zu viele der eingeblendeten Piktogramme verdecken schließlich die Route. In diesem Fall helfen jedoch die akustischen Fahrhinweise weiter, die sowohl das Becker Z215 als auch sein kleinerer Bruder Becker Z213 schön exakt ansagen.
Freisprechen mit Bluetooth

Beide Becker Navis bekamen eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, so dass sich der Fahrer den Griff zum Handy sparen kann. Diese Zusammenarbeit zwischen Navi und Mobiltelefon sowie alle weiteren Telefoneinstellungen lassen sich mit wenigen Display-Berührungen ganz einfach initiieren.

Generell gilt: Die Menüstruktur dieser beiden Becker- Navigationssysteme präsentiert sich übersichtlich und klar gegliedert. Sollten sich Becker-Neulinge trotzt allem einmal im Menü vertippen, hilft die Schritt zurück Taste vorne am Navi unbürokratisch weiter. Mit dem eingebauten Mediaplayer für Musik, Videoas oder Fotos wird die Ausstattungsliste der zwei Becker-Navis schließlich komplett.

Fazit: Die beiden Becker Traffic Assist Z213 und Z215 führen im Navi Test tadellos und machen Autofahrern noch dazu viel Spaß.

Becker Traffic Assist Z215
Becker Traffic Assist Z213

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Falk F12 3rd Edition


Das Falk F12 3rd Edition löst das Falk F12 ab und bringt neue Karten sowie die aktuelle Navigationssoftware Falk Navigator 10 mit. neben Detailverbesserungen bietet dieses auch "StadtAktiv" eine weitere Zu-Fuß-Navigation inklusive Berücksichtigung des öffentlichen Nahverkehrs. Grundsätzlich liefert der Hersteller nur noch passive Autohalterungen mit. Wenn man das Navi mitnehmen will, wenn man das Fahrzeug verlässt, muss man also jedesmal das Stromkabel
und die TMC-Wurfantenne abstecken.

Die Benutzerführung das Falk F12 3rd Edition ist logisch und selbsterklärend. Sämtliche Menüs wie Einstellungen, Zieleingabe und Das Falk F12 3rd Edition ist mit der aktuellsten Version 10 des Falk Navigators ausgerüstet. Auf den ersten Blick hat sich auch nicht viel geändert. Die blau-graue Benutzeroberfläche macht einen gediegenen Eindruck, tendiert aber vielleicht ein wenig eintönig. Das Hauptmenü lassen sich über den Startbildschirm zügig erreichen.

Die Zieleingabe klappt klassisch über Ort, Straße und Hausnummer. es geht aber auch ohne Tipperei. Bemerkenswert ist, dass der Anwender am Falk- Navi selbst die Anordnung der einzelnen Schaltflächen in den Menüs frei konfigurieren kann. Dank Sprachsteuerung können Ziele den Falk F12 auch diktiert werden. Das funktioniert sehr gut, nicht zuletzt wegen der einfachen und selbsterklärenden Bedienung. Sämtliche Elemente auf dem Bildschirm lassen sich per Sprachbefehl auswählen. Nach jeder Ansage bekommt man eine Trefferliste angezeigt, auf die der Sprachbefehl zutreffen könnte. Dank dieser optischen Rückmeldung ist man stets sicher, dass die Eingabe stimmt, Der Nachteil dieser Vorgehensweise: Die Eingabe dauert recht lange. Mehr als eine Minute sollte man einplanen, bis die Navigation startet. Die manuelle Eingabe geht da gut doppelt so schnell. Bei Nutzung der Bluetooth-Freisprecheinrichtung ist die Sprachsteuerung auf jeden Fall top. Nummern lassen sich so ganz einfach aufsagen und anrufen.
Navigation ohne Fehl und Tadel im Falk F12 3rd Edition

Natürlich hält das Falk F12 verschiedene Anzeigemodi bereit: Die Route wird wahlweise zwei-derdreidimensional gezeigt. Im ersteren Modus kann man das Gerät so einstellen, dass
wahlweise Norden oder die aktuelle Fahrtrichtung oben ist. Im dreidimensionalen Modus ist prinzipbedingt immer die Fahrtrichtung oben.
Besonders gut gefällt uns die Funktion Splitscreen Pro, mit der man die Bildschirmanzeige im Verhältnis zwei zu eins teilen kann. Auf den linken zwei Drittel sieht man dann die normale Karte und im rechten Drittel entweder einen Aktionspfeil oder eine zweidimensionale Übersichtskarte. Den Maßstab dieser Übersichtskarte kann man getrennt von der Hauptkarte einstellen. Im Regelfall wird man die Übersichtskarte so einstellen, dass sie viel bis sehr viel von der Strecke vorab zeigt, und den Maßstab der Hauptkarte dem automatischen Zoom überlassen.

Unterwegs überzeugt das Falk F12 im Navi Test ebenfalls. Staus werden via TMC berücksichtigt, in Deutschland auch via TMC Pro und TMC Plaus in Österreich. Die Stauinfos werden via Text-to-Speech angesagt. Auch die dritte Edition das Falk F12 navigiert gewohnt zuverlässig und auf optimaler Route. Top im Navi Test ist auch das Timing das Sprachansagen. Der Blick auf die Karte ist kaum nötig. Das Falk F12 leistet sich keine wesentlichen Blöße und ist unbedingt empfehlenswert. Nicht zuletzt wegen des umfangreichen Reiseführers, der reichlich Informationen und Bilder zu Sonderzielen bereithält.

Natürlich beherrscht das F12 auch Routen für Fußgänger und Fahrradfahrer. Dabei berechnet das Falk F12 für beide Fortbewegungsmittel die gleichen Wege, schickt also beide durch Fußgängerzonen.
Ohne es an die große Glocke zu hängen, hat Falk auch ein Fußgängernavigationssystem für den öffentlichen Personennahverkehr in das F12 integriert: Das funktioniert im
Prinzip schon sehr brauchbar, leider kennt das Navi aber keine Fahrpläne. Deswegen sollte man nur Verkehrsmittel wählen, die regelmäßig fahren.

Das Falk F12 3rd Edition ist ein sehr brauchbares mobiles Navigationssystem. Es ist mit allem ausgestattet, was ein gutes und zuverlässiges Navi braucht. Verbesserunswürdig wäre beispielsweise die Benutzeroberfläche. Mehr Farbe für schnellere Bedienung und schönere Zeichensätze für ein professionelleres Aussehen würden uns schon reichen. Und vielleicht könnte man dann auch die manchmal ein wenig seltsam klingende Computerstimme überarbeiten.
Die Navi-Halterung ist gut, aber für den Verkaufspreis würde eine Aktivhalterung besser sein. Leider gibt’s die aufgrund der fehlenden Kontakte am Navi nicht mal gegen Aufpreis.
Damit kann man aber leben, und ansonsten hat sich das Falk F12 3rd Edition keine wirkliche Schwäche geleistet. Die eigentliche Routenführung ist nicht zuletzt dank der Splitscreentechnik sehr angenehm und die berechneten Routen sind einwandfrei, insbesondere wenn man sich eine schlaue oder eine ökonomische Strecke berechnen lässt.

Falk F12 3rd Edition

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Falk M8 Navi


Kleine Navis mit 3,5 Zoll Display sind heutzutage oft schon weniger als hundert Euro zu haben. Wenn ein Navi-Hersteller sein Navi dennoch deutlich darüber einpreist, muss das schon besondere Navi-Talente haben. Das Falk M8 3rd Edition kann denn auch einiges, was seinen Preis rechtfertigt. Es unterscheidet sich von den ganz billigen Lotsen durch seinen TMC-Empfänger, der Staumeldungen berücksichtigt. Die ersten 90 Tage ist auch TMC pro inklusive, das bei Gefallen für 30 Euro über den Falk-Navi-Manager dauerhaft nachgerüstet werden kann.

Weiterer Unterschied zu den preiswerten Konkurrenten. Das Falk M8 wirkt dank seines eleganten und gut verarbeiteten schwarzen Gehäuses sehr edel und wertig. Darüber hinaus bietet der integrierte Reiseführer häufig ausführliche Informationen zu Sonderzielen, die teilweise sogar bebildert sind. Die "schlaue Navigation" von Falk ist vergleichbar mit den IQ-Routes von TomTom. Das Navi lernt von den Routen anderer Falk-Nutzer und berechnet die Strecke abhängig vom wahrscheinlichen Verkehrsaufkommen, unter Berücksichtigung von Wochentag und Uhrzeit. wie das Falk F12 hat auch das M8 die neue Navigationssoftware und damit Funktionen wie "StadtAktiv" an Bord. Das vollmundige Versprechen "Entdecken Sie die wichtigsten Großstädte zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto" hält es aber nicht ganz. Dennoch ist die Integration von öffentlichen Nahrverkehr ins Fußgänger-Routing gut gelungen. Aufgrund des 3,5-Zoll Dispaly ist eine Splitscreendarstellung nicht sinnvoll. Eingebaut ist aber ein Fahrspurassistent für Autobahnen, der mit kleinen Pfeilen am unteren Bildrand zeigt, wie man sich einordnen muss.
Kartenmaterial im Falk M8

Falk bietet zum M8 ein 49,95 Euro teures Kartenabo, bei dem man
innerhalb von zwei Jahren vier Updates auf das Navi übertragen darf. Hier handelt es sich aber um ein Angebot, das man ebenfalls innerhalb der ersten dreißig Tage nach dem Kauf wahrnehmen muss.
Das auf DVD mitgelieferte Kartenmaterial umfasst tatsächlich 43 Länder. Leider werden diese Karten nur auf DVD mitgeliefert. Auf dem Navi selbst gibt es - wahrscheinlich aus Speicherplatzgründen- nur das Kartenmaterial Deutschlands und der angrenzenden Länder Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Österreich, Tschechien, Polen sowie von Monaco, Andorra, Italien, San Marino und dem Vatikan. Alle anderen Länder Europas muss sich der Anwender mit Hilfe des auf DVD mitgelieferten Falk-Verwaltungsprogramms auf das Navi beziehungsweise eine zusätzlich erworbene Speicherkarte kopieren.
Kleiner Navigator ganz groß im Falk M8

Bei der Routenauswahl gab sich das Falk M8 3rd Edition keine Blöße. Es machte keine Schlenker im Navi Test durch problemlos umfahrbare 30er-Zonen und zog die klare Linie einen Zick-Zack-Kurs vor. Die Sprachausgabe hat ein sehr gutes Timing. Der integrierte Lautsprecher neigt bei höheren Tönen allerdings ein wenig zu Verzerrungen, was der Verständlichkeit der Ansagen zwar keinen Abbruch tut, aber doch etwas unangenehm ist. In der Summe seiner Eigenschaften ist der kleine Falk Navigator seinen Preis auf jeden Fall wert.

Das Falk M8 3rd Edition sind zwei grundsolide und zuverlässige Navigationssystem. Die Benutzeroberfläche macht hin und wieder einen etwas altmodischen Eindruck, aber grundsätzlich ist das Falk M8 absolut einwandfrei. Das M8 enthält Kartenmaterial der für deutsche Anwender geläufigen »Urlaubsländer in PKW-Reichweite«. Möchte man weiter weg, investiert man zehn Euro für eine Micro-SD und installiert sich die anderen Länder dazu. Angesichts des günstigen Verkaufspreises können wir das noch vertreten. Zwei gute Geräte mit moderner Technik, aber einer Oberfläche, die in Sachen Ergonomie nicht mehr überzeugen kann.

Falk M8 3rd Edition
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Edision-Gucker (23.11.2010), Jimy (23.11.2010), °lumo4° (24.11.2010)
Alt 23.11.2010, 07:01   #2
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Falk Vision 700 Navi

Falk setzt bei dem Modell Vision 700 ganz auf Design. Das Falk Vision 700 mit einem Plan in die Metalloberfläche eingelassenes Display, das auch auf leichteste Berührungen reagiert. Der 4,3-Zoll-Monitor mit kapazitivem Bildschirm reagiert punktgenau und prompt auf Berührungen. Erstaunlich schnell fand der Vision auch die Satelliten. Selbst unter dem Carport dauerte es keine 20 Sekunden und er war navigationsbereit. Die TMC-Antenne gibt es nicht mehr, sie wurde in das Navi integriert und der erste Navi Test war auch problemlos. Staus wurden jede Menge empfangen. Prima Sache und kein hässliches Kabel mehr an der Scheibe: Top Navi!!

Das Navi sieht nicht nur schick aus, es macht auch das was es soll im Navi Test, navigieren. Einmal schnell mit dem Navi-Manager geprüft ob alles aktuell ist und los geht es. Eine schöne Auto-Tour am Wochenende vorab mit dem Falk Vision 700 erstellt und problemlos abgefahren inklusive Stauumfahrung.

Dazu ist noch ein Karten-Abo für vier Updates im Preis des Falk Vision 700 Navigationssystem enthalten Dieses kostet allein rund 100 Euro. Damit scheint das Falk Vision 700 Navigationssystem insgesamt der bessere Deal für alle zu sein, die wirklich Vielfahrer sind und ein neuesmobiles Navi benötigen. Doch egal, ob man sich für das Falk Vision 700 entscheidet, dieses neue Navi vefügt über ein Höhen- und Tiefenmodell, welches das Gelände realistisch anzeigt und so zusätzliche orientierung bietet.

Beim Falk Vision 700 Navigationssystem kommen auch noch Luftbilder von 10 Städten dazu. Die Navigation mit Luftbilder macht einfach Spaß und erleichtert die Orientierung enorm. Weitere Karten sind im Falk Online-Shop erhältlich. Im Navi Test funktionierte die Navigation mit Luftbildern prima. Das Falk-Gerät mit den Luftbildern ist einmal etwas ganz anderes, was im Navi Test noch bei keinem anderen mobilen Navi vorhanden war.
Zieleingabe im Falk Vision 700

Die Eingabe eines neues Ziels ist für Falk-Anwender im neuen Vision 700 etwas anders gestaltet worden. Der Zieleingabe kann entweder durch die Eingabe über die virtuelle Tastatur oder via Sprachsteuerung erfolgen. Dabei verwendet Falk die Sprachsteuerung pro. Ein Klick auf das "Sprach-Icon" am unteren Bildschirmrand genügt, danach fragt das Falk-Navi erst nach dem Ort, der Straße und zum Schluss nach der Hausnummer. Im Navi Test erreichte die Sprachsteuerung erstaunlich gute Noten. In einer Liste zeigt der Vision 700 die möglichen Zielorte an. Dabei war der gewünschte Zielort in nahezu allen Fällen immer als erstes aufgelistet, die nachfolgenden Städte klangen nur phonetisch ähnlich. Danach erfolgte eine schnelle Routenberechnung. Keinerlei Ausfälle verzeichnete der Vision 700 im Navi Test. Beim Routenmodus kann der Nutzer zwischen schneller, kurzer, schlauer und ökonomischer Strecke wählen. Ist die schlaue Route aktiviert, befindet sich der Vision 700 im Lernmodus. Ortskenntnisse sind durch nichts zu ersetzen. Weicht der Fahrer von der vorgegebenen Route ab und nimmt eine eigene, die dann schneller zum Ziel führt – beispielsweise auf den letzten Kilometern von der Autobahn nach Hause – merkt sich der Vision diese Strecke und lässt sich beim nächsten Mal in seine eigenen Routenberechnungen mit einfließen.

Die Zielführung lässt keine Wünsche übrig. Abbiegeanweisungen erfolgen rechtzeitig und punktgenau. Der Fahrspurassistent hilft beim richtigen Einordnen auf mehrspurigen Fahrbahnen und die 3D-Gelände- bzw. 3D-Gebäudeansicht dient der besseren Orientierung. Die Echt-Sicht zeigt bei Autobahnabfahrten oder an den BAB-Kreuzen die Umgebung realitätsgetreu an und hilft so zusätzlich, den Überblick zu behalten. Abweichungen von der vorgegebenen Strecke registriert der Vision sehr schnell und leitet auf dem kürzesten Weg wieder zur ursprünglichen Route zurück. Das Zusatzmenü mit acht Icons, das auf Berührung aufpoppt, kann den eigenen Bedürfnissen angepasst werden und erleichtert den Zugriff auf häufig während der Fahrt genutzte Funktionen.

Bei der dynamischen Routenberechnung greift der Falk Vision 700 Deutschland und Österreich auf das TMC Pro in zurück. Die Standard-TMC-Meldungen sind zudem in Deutschland, Schweiz, Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Italien, Spanien, Frankreich, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden und Tschechien zu empfangen. Hervorzuheben ist auch die POI-Klick-Funktion. Erscheinen Sonderziele auf der Karte, genügt ein Fingertipp und schon erscheint ein Kontextmenü zu dem POI. Ein weiterer Klick genügt und schon wird die nächste Tankstelle, Apotheke, Restaurant oder Parkhaus als Zwischenziel angesteuert.

Das Sprachmenü ist im Dialogmodus eingerichtet. Nachdem die möglichen Ortschaften aufgelistet wurden, muss nur noch die Nummer der Listenplatzierung genannt werden, danach erfolgte die Straßeneingabe nach demselben Muster. Wer lieber auf die Tastatur zurückgreift profitiert bei der Adresseingabe davon, dass nicht mögliche Buchstabenkombinationen von vornherein ausgeblendet werden.

Etwas weniger übersichtlich geht es in den anderen Menüebenen zu. Allein das Hauptmenü ist bereits in 20 Kategorien unterteilt. Egal ob Zieleingabe, Routenplaner, Touren, Bordcomputer oder Profile, sie alle sind dort auf vier Seiten verteilt. Die Icons und ihre Beschriftungen sind allerdings eindeutig und lassen kaum Fehlinterpretation zu, sodass auch Laien nicht den Überblick verlieren dürften.
Vielfältig sind auch die Einstellmöglichkeiten. Schon bei der Kartendarstellung lassen sich elf Parameter festlegen. Die Routenführung erfolgt wahlweise im 2D-Modus oder aus der Vogelperspektive. Für zehn ausgewählte Städte sind im Flashspeicher des Vision 700 sogar die Karten von Google-Earth hinterlegt, so dass die Zielführung auch über diese erfolgen kann. Die Karte ist entweder nach Norden oder in Fahrtrichtung ausgerichtet. Die Falk-Navis gehören zu den wenigen Geräten, die bei der Berechnung von Routen zwischen vignetten- und mautpflichtigen Straßen unterscheiden. So ist es beispielsweise möglich, durch Österreich oder die Schweiz eine vorhandene Vignette zu berücksichtigen, aber Abschnitte, auf denen eine zusätzliche Maut kassiert wird, zu vermeiden. Ebenfalls vermeiden kann man Autobahnen, Fähren und Tunnels.

Das Navi berechnet je nach Wunsch Routen für PKW, Motorrad-, Fahrradfahrer oder Fußgänger. Im PKW-Modus unterscheidet das Gerät weiterhin zwischen einer schlauen, einer schnellen, einer kurzen und einer ökonomischen Route. Die »schlaue« Route berücksichtigt die bereits angesprochenen tages- und uhrzeitabhängigen Durchschnittsgeschwindigkeiten. Die ökonomische Route ist ein Mittelding zwischen der schnellen und der kurzen. Sie ist aber absolut brauchbar, weil die Straßenauswahl definitiv sinnvoll ist. Nach der ersten Routenberechnung darf sich der Anwender auf Wunsch zwei Alternativstrecken zeigen lassen, die dann mit Länge und Fahrzeit auf einer Übersichtskarte gezeigt werden. Durch einen Druck auf die jeweilige Variante wählt man diese aus. Die Berechnungsgeschwindigkeit ist sehr hoch, hier könnten sich einige Mitbewerber eine dicke Scheibe abschneiden. Die Routen waren grundsätzlich sinnvoll und nachvollziehbar. Die schnellen Routen sind ein wenig autobahnlastig, aber wenn man gerne mit eingestelltem Tempomat über die Autobahn düst, wird man sicher schnell warm damit. Die ökonomischen Routen sind weniger autobahnlastig und benutzten gerne auch Bundes- und Landstraßen. Stadt Aktiv nennt Falk seine relativ exklusive Möglichkeit, S-, U-, und Straßenbahnen sowie Busse in die Routenberechnung einzubeziehen.


Ein weiterer Vorteil befindet sich auf der mitgelieferten DVD. Auf ihr befindet sich nicht nur das Kartenmaterial sondern auch der Navi-Manager. Ist dieser auf dem Computer installiert und der Vision mit dem PC verbunden, liest das Programm die gelernten Strecken anonym aus und stellt sie der Falk-Community zur Verfügung. Ebenso werden Ortskenntnisse anderer User auf das eigene Falk übertragen. So wird letztendlich gewährleistet, dass vielfach auf Ortskenntnisse selbst in fremden Städten zurückgegriffen werden kann.
Bluetooth und Multimedia im Falk Vision 700


Spaß macht die Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Damit kann der Fahrer ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen, telefonieren und die Qualität ist auch noch super.
Die Kopplung erfolgt mit nahezu allen gängigen Handytypen und auch Handy's, die bereits einige Jahre auf dem Buckel haben. Nach erfolgter Verbindung mit der bluetooth-Einrichtung steht nicht nur dem gesetzeskonformen Telefonieren im Auto nichts mehr im Weg. Vielmehr synchronisiert der Falk Vision das Telefonbuch des Handy's und ermöglicht so den Zugriff. Die Sprachsteuerung funktioniert auch im Telefonmodus, allerdings nur per Zifferneingabe.

Leider werden Adressätze nicht mit synchronisiert und können deshalb auch nicht direkt als Ziel übernommen werden. Die Sprachqualität ist ausreichend. Von der Fahrerseite aus gab es nichts zu beanstanden. Allerdings beklagten die Gesprächspartner, dass sie ein beständiges Rauschen und Echo in der Leitung hätten. Für Multi-Media-Nutzer hat das Falk Vision einen MP3-Player und Picture-Viewer zur Verfügung gestellt. Auch ein Adressbuch kann angelegt werden. Doch auch für dieses gilt: Die Adressen können nicht als Ziel angesteuert werden.

Fazit:
Der Preis wird für viele kein billiges Navi darstellen. Dafür bekommen Sie allerdings auch einen Gegenwert geboten. Die Ausstattung ist üppig bemessen. An der Zielführung, der Kartendarstellung und der Bedienerführung gibt es nichts auszusetzen. Die vielen Menüpunkte sind weitgehend logisch angeordnet und fast komplett intuitiv zu bedienen. Das Kartenmaterial umfasst 43 Länder. Im Kaufpreis ist ein Gutschein für Kartenupdates inklusive. Wird der Gutschein innerhalb von 30 Tagen nach Kauf eingelöst, stehen vier Updates innerhalb der nächsten 24 Monate kostenlos zum Download bereit. Zwar kein Muss aber ein "nice to have" stellen der Reiseführer und der Tourguide dar.
Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann die fehlende Synchronisation der Adressdaten aus dem Telefonspeicher, damit diese gleich zur Navigation übernommen werden können. Warum United Navigation dem Vision allerdings keine SIM-Karte für Live-Dienste implementiert hat, ist unverständlich. Denn in dieser Preisklasse sollte dieses Feature Voraussetzung sein.

Vielfahrer werden das Falk Vision 700 aufgrund des sehr guten Kartenmaterials von Navteq, der Splitscreendarstellung, der guten Wiedergabe von Autobahnkreuzen und -ausfahrten, des hervorragenden TMC-Empfängers und der überragend schnellen Routenberechnung schätzen lernen.


Klare Kaufempfehlung!!!



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Navi Falk F8



Immerhin vereint das neue Falk F8 alles, was sich derzeit in ein mobiles Navigationssystem einbauen lässt. Das Gehäuse ist mit Abmessungen von 118 mal 82 mal 17 Millimetern ausgesprochen kompakt und mit 190 Gramm auch angenehm leicht. So lässt es sich leicht transportieren und beispielsweise auch dann einsetzen, wenn sie als Fußgänger unterwegs sind. Das Gehäuse wirkt aufgrund der Silbermetallic-Optik sehr hochwertig. Damit sich das F8 möglichst schnell aus dem Fahrzeug entfernen lässt, verwendet Falk auch bei dem neuen Gerät seine clevere Magnet-Halterung. So ist auch ohne bewusstes Hinschauen ein Einsetzen und Entfernen des F8 möglich. Rund um das Navi finden sich nur wenige Bedienelemente. Den Ein/Ausschalter hat Falk zwar wieder an der Oberseite platziert. Allerdings befindet er sich nicht mehr, wie bei den ersten Geräten der F-Serie, in der Mitte, sondern ist nach rechts gerutscht. Dies und eine 3-Sekunden-Verzögerung sorgen dafür, dass das Gerät nicht versehentlich ein- oder ausgeschaltet wird. So schnell hat bislang kaum ein Hersteller Anwender- und Tester-Kritik umgesetzt. Wie zahlreiche Konkurrenten auch, schweigt sich auch Falk über einige technische Daten aus. So verrät der Hersteller zwar, dass ein "GloNav Empfänger" für die GPS-Signale zum Einsatz kommt. Über den verwendeten Prozessor gibt es jedoch keine Informationen. Als einer der ersten Hersteller baut Falk nicht nur ein TMC-Modul in das F8 ein, sondern auch gleich noch die dazu gehörende Antenne! So stört die kleine Wurfantenne nicht mehr. Der Empfang während der Navi-Test-Phase war gut. Ohne jedes Zutun lieferte das Gerät aktuelle Verkehrsmeldungen und berücksichtigte sie bei der Routenplanung. Für Regionen mit schlechter Senderabdeckung lässt sich eine TMC-Antenne anschließen.

Bluetooth-Freisprecheinrichtung eingebaut
Keine Probleme gab es auch beim Einsatz der Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Die erste Verbindung zu dem Test-Handy war innerhalb von knapp zwei Minuten hergestellt, später kannten sich die Geräte schon und es klappte noch deutlich schneller. Nicht zuletzt hat das Falk F8 auch einen FM-Transmitter eingebaut. Wie bei anderen Geräten mit dieser Technik traten auch beim neuen Falk-Modell zwei Probleme auf. Zunächst ist es stets schwierig, eine freie Frequenz zu finden, und dann sorgt der schwache Sender für nur mäßige Audio-Qualitäten insbesondere bei der Wiedergabe von MP3-Musik über die Lautsprecher des Autos. Neben MP3-Dateien kann das Gerät übrigens auch Videos abspielen und Musik anzeigen. Auch einige Spiele sind vorinstalliert. Nicht zuletzt verfügt auch das Falk über einen "TravelGuide". Darin hat Falk Reiseführerunhalte von "Marco Polo" in Hunderten Städten und Regionen West- und Osteuropas mit über einer Million Points of Interest zusammengefasst. Zu einigen besonders wichtigen Sehenswürdigkeiten sind auch Bilder und Texte gespeichert. Sie liest das Navi auch auf Wunsch vor.

Das Display des F8 misst 4,3-Zoll in der Diagonalen. Falk verwendet einen Antireflex-Display. Und in der Tat war der Bildschirm während des Navi Tests frei von Blendeffekten und gut ablesbar.

Das Kartenmaterial umfasst 42 europäische Länder, wobei insbesondere in Osteuropa nur die Hauptstraßen erfasst sind. In Mittel- und Westeuropa ist jedoch eine durchgehende Tür-zuTür-Navigation möglich. Das Kartenmaterial bezieht Falk von Navteq. Es ist im interne Speicher des gerätes vorinstalliert, der 2 GB umfasst. Zusätzlich steht ein Steckplatz für eine SD- oder Multimedia-Card mit weiteren Kartenmaterial oder anderen Dateien zur Verfügung

Neueste Navigation-Software
Das Falk F8 arbeitet mit dem "Navigator 7". Diese neue Software-Version konnten wir bislang nur auf dem M6 testen, das jedoch über ein 3,5-Zoll-Display verfügt. Auf dem Widescreen-Display des F8 wirkt die Darstellung deutlich weniger gedrängt. Ganz im Gegenteil. Hier erst zeigt die neue Software ihre Stärken. Insbesondere während der Navigation wirkt das Display sehr aufgeräumt. Zusätzliche Informationen lassen sich an der rechten Seite einblenden.

Auf Wunsch arbeitet das F8 sogar mit einem "Splittscreen" und zeigt rechts einen Kartenausschnitt mit einem anderen Maßstab, der für mehr Übersicht über die Route sorgt. Links blendet das Gerät die Fahranweisungen mit einem großen Pfeil ein. Am oberen Rand sind Hinweise zur verbleibenden Fahrzeit und -strecke zu sehen. Doch ein Antippen genügt, um diese Information beispielsweise gegen die aktuelle Geschwindigkeit oder Höhe auszuwechseln. Dank des Widescreen-Displays bleibt trotz dieser vielen Zusatz-Informationen genug Platz für die Kartendarstellung in der Mitte.

Während der Fahrt überzeugt das Navi mit seinen sinnvollen Routen und den präzisen Fahranweisungen. Der Wechsel zwischen Tag- und Nachtmodus erfolgt wahlweise manuell oder automatisch. Auf Wunsch passt das F8 beispielsweise auch in Tunneln die Helligkeit automatisch an.

Als hilfreich erwies sich während der Testfahrt der Fahspurassistent. Er zeigt auf Autobahnen und Bundesstraßen frühzeitig die korrekte Abbiegespur. Und praktisch ist auch die eingeblendete Fahrtrichtung auf der Karte. Beim Annähern an eine Kreuzung zeichnet die Software einen Richtungspfeil direkt in die Karte hinein.

Doch bevor Sie sich von F8 navigieren lassen können, gilt es natürlich ein Ziel zu defineiren. Das kann auf vielfältige Weise erfolgen. So lassen sich zuvor angesteuerte Ziele ebenso aufrufen wie gespeicherte Favoriten. Sonderziele oder Adressen aus dem Travel-Guide können ebenso als Ziel fungieren wie eine beliebige Adresse. Deren Eingabe erfolgt mit Hilfe einer virtuellen Tastatur. Die Bedienung mit dem Finger ist dabei grundsätzlich möglich. Wer große Finger hat, nutzt besser einen Stift. Er gehört allerdings nicht zum Lieferumfang. Die anschließende Routenberechnung erfolgte recht flott. Weniger überzeugend waren mitunter die Geschwindigkeit beim Bildaufbau und der Wechsel zwischen den Menüs. Hier war häufiger das "Ich arbeite" Symbol von Windows CE zu sehen, auf das die Falk-Software aufsetzt.

Fazit: Wer sich an der mitunter nicht optimalen Geschwindigkeit der Software nicht stört, sich gleichzeitig aber möglichst viele Extras von seinem künfitigen Navigationssystem wünscht, bekommt mit dem Falk F8 ein hervorragend ausgestattetes Gerät zum Knallerpreis (laut Katalog 349,95 Euro)! Das Kartenmaterial ist umfangreich, die errechnete Route sind sinnvoll und berücksichtigen aktuelle Verkehrsstörungen, und die Halterung ist perfekt. Ganz zweifellos wird das F8 viele zufriedene Käufer finden!



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Garmin nüvi 1245


Die Garmin nüvi Serie 1200 umfasst aktuell zwei Modelle. Das Garmin nüvi 1240 und das nüvi 1245. Marginaler Unterschied: Das Garmin 1240 hat keinen Fahrspurassistenten. TMC dagegen fehlt bei beiden Navis und kann für rund 50 Euro nachgerüstet werden. Die sehr stabil und wertig verarbeitete Hardware mit dem 3,5-Zoll Display ist ebenfalls bei beiden Navis gleich, ebenso wie die Westeuropa-Karte. Dank des schmalen Gewichts von nur 113 Gramm, verbunden mit dem schlanken Gehäuse, eignen sich beide auch bestens zum Einsatz als Füßgänger-Navi. Die City-Explorer-Karten können nachgerüstet werden.
Klein, aber oho- Im Navieinsatz ist das Garmin 1245

Die geringe Größe, des nüvi 1245 hat in der Praxis keinerlei Nachteile. Zwar ist die Anzeigefläche im Vergleich zu größeren Modellen natürlich begrenzt, doch das hat Garmin durch Reduzierung von Anzahl und größe der Bedienbuttons sehr gut abgefangen. So tippt man sich schnell durch die Menüs, die Animationen beim Wechsel einer Anzeigenseite laufen flüssig und insgesamt macht das Bedienen Spaß. Nur bei der Zieleingabe und der kleinen Buchstabentastatur reagiert der Touchscreen manchmal etwas träge oder nimmt Eingaben nicht aufs erste Mal an.

Schon hier in der Einsteigerklasse ist die Funktion ecoRoute mit von der Partie, die den Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs schätzt und eine besonders spritsparende Route errechnet. Das kleine Blatt an der Seite zeigt an, ob man gerade eher viel oder wenig Benzin verbraucht, und erzieht so zum Sparen.
Klare, etwas karge Zielführung das Garmin nüvi 1245

Wenig zu mäkeln gibt es auch an der Zielführung. Die Kartendarstellung ist wie bei Garmin gewohnt etwas karg ausgefallen, was aber auf dem kleinen Display eher von Vorteil ist. Die Routen werden schnell berechnet und fallen bis auf wenige Ausnahmen sinnvol aus. Das Garmin berücksichtigt auch mal eine schnelle Bundesstraße. Wer auf TMC verzichten kann und ein preiswertes Einsteiger-Navi sucht, liegt hier also richtig.

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Alt 23.11.2010, 07:09   #3
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Garmin nüvi 1350T

Reicht der Geldbeutel für etwas mehr, als das Einsteigermodell nüvi 1245, lohnt sich ein Blick auf das Garmin nüvi 1350T. Dieses mobile Navi bringt ein deutlich größeres 4,3-Zoll Display mit, das genau das Quäntchen mehr an Bedienkomfort und Übersicht bietet, das Grobmotoriker beim kleinen Navi-Bruder vermissen könnten. Das Garmin 1350T ist damit so etwas wie der 3er BMW der Navigationssysteme. Nicht zu groß, nicht zu klein, mehr Navi braucht man eigentlich nicht.
Umfangreiche Ausstattung im Garmin nüvi 1350T

Das gilt auch für die Ausstattung des 1350T. Neben der Karte von ganz Europa, dem im Ladekabel integrierten TMC-Empfänger und der vollständig vorhandenen Zielführungs-Features wie Spurassistent und Geschwindigkeitswarner bietet das Navi auch die Möglichkeit zur Fußgänger-Navigation sowie die Spritspar-Technik ecoRoute.

Dank des großen Displays gelingt die Bedienung sehr einfach, die Buttons sind groß, die Animationen flüssig, und auch die Menüführung birgt keine größeren Rätsel. Zusatzfunktionen wie einen MP3-Player sucht man allerdings vergeben. Bis auf einen Bildbetrachter, eine Weltzeituhr und einen Rechner beschränkt sich das Garmin nüvi 1350T auf Navigation pur. Wie beim nüvi 1245 ist das Display leider auch hier etwas unempfindlich ausgefallen. Bei der Zieleingabe werden nicht alle Eingaben auf Anhieb erkannt. Die Darstellungsqualität des Bildschirms ist jedoch gut.
Unterwegs zuverlässig und sicher das Garmin nüvi 1350T

Auch bei der Zielführung ist das größere Display von Vorteil. Zwar macht sich dadurch die Detailarmut der Kartendarstellung umso stärker bemerkbar, dafür ist aber auch aus größerer Entfernung alles leicht zu erkennen. Im Übrigen herrscht auch hier Einigkeit mit dem nüvi 1245. Die Routen werden schnell berechnet, die Sprachausgabe ist präszise, klingt aber auch eintönig, die Routen sind sinnvoll gewählt. Das Garmin nüvi 1350T hat damit alles, was ein Navi braucht, verzichtet aber auf Schnickschnack. Ein rundes un zufriedenes Angebot.



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Garmin nüvi 1390T

Das Garmin nüvi 1390T gleicht bis auf die schwarze Gehäusefarbe seinem kleinen Bruder Garmin nüvi 1350T äußerlich wie ein Ei dem anderen. Der höhere Preis ist gerechtfertigt durch eine integrierte Bluetooth-Freisprecheinrichtung und der im Bild zu sehenden Kreuzungsansicht bei Autobahnausfahrten in der 1300er Serie von Garmin. Ansonsten ist die Ausstattung identisch: TMC-Empfänger, Europakarte mit Aktualitätsgarantie bis 60 Tage nach dem Kauf, 4,3-Zoll Display, ecoRoute und die Möglichkeit zur Fußgänger-Navigation, indem man die City-Explorer-Karten für rund 9 Euro pro Stadt nachrüstet. Als Garmin nüvi 1390T pro ist das Modell auch mit den noch präziseren TMC-Pro Staumeldungen erhältlich.
Bedienung und Verarbeitung im Garmin nüvi 1390T top

Wie bei seinem Garmin-Geschwistern überzeugt beim 1390T die Verarbeitungs- und Anfassungsqualität. Das leicht gummierte schwarze Gehäuse wirkt dabei noch eine Kleinigkeit hochwertiger als Silberfarbene des 1350er, das Navi ist flach und leicht und verzichtet auf sonstige Effekthaschereien. Auch die Menüs gleichen sich, genauso wie das überaus flotte Arbeitstempo und der etwas unempfindliche Touchscreen bei der Zieleingabe.

Zielführung fast ohne Schwächen im Garmin nüvi 1390T

Gröbere Fehler leistete sich das Garmin 1390T im Navi Test ebenso wie seine kleinen Brüder nicht. Die Kartendarstellung ist auch bei ihm ein wenig karg ausgefallen, die Sprachführung erfolgt präzise, ist allerdings nicht besonders elegant formuliert, und die Routenberechnung geht ebenso schnell wie zuverlässig vonstatten. Sie zeigt eine Hang, auch mal eine Bundestraße zu berücksichtigen, wo es sinnvoll ist.

Welches ist also der bessere Kauf? Wer auf die mittelprächtig funktionierende Bluetooth-Freisprecheinrichtung verzichten kann, darf getrost zum Garmin 1350T greifen. Wer in der Mittelklasse auf TMC Pro Wert legt, sollte sich das 1390T pro näher anschauen.



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Garmin nüvi 1690

Das Garmin nüvi 1690 ist das erste Garmin Navi mit einem Live-Dienst via Internet, hier "nüLink" genannt. Hierzu ist ein Mobilfunk-Modem in das Navi integriert, das neben Verkehrsmeldungen auch eine Suchfunktion, Wetterinformationen, Flugpläne, ein Telefonbuch und Kraftstoffpreise stets aktuell auf den Bildschirm bringt. Zwölf Monate ist das Abo im Kaufpreis enthalten, kann kann man es für 79 Euro pro Jahr verlängern.
Design und Verarbeitung im Garmin 1690

Durch das integrierte Modem fällt das Garmin 1690 etwas dicker aus als die andren Garmins der 13er Serie, das Navi wirkt aber ebenso hochwertig und stabil, auch dank des silberfarbenen Rahmens und die Front. Das Display erscheint zudem etwas kontrastreicher. Die sonstige Ausstattung ist mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Spurassistent und ecoRoute ebenfalls komplett. Vermisst wird allerdings eine in dieser Klasse sonst fast schon selbstverständliche Sprachsteuerung. Hier hat das Garmin nüvi 1690 leider nichts zu bieten.
Zielführung mit Online Vorteil im nüvi 1690

Letzteres gilt auch für die Zielführung. Was allerdings fast schon wieder schade ist, da andere Topnavis hier noch zusätzlich mit 3-D-Effekten und Gebäudedarstellungen wuchern können. Das Garmin 1690 hingegen kann man in puncto Zielführung kaum von seinen Geschwistern unterscheiden. Das ist positiv in Sachen Zuverlässigkeit, negativ im Hinblick auf den höheren Preis. Die nüLink-Dienste sind zwar gut gelungen, insbesondere die Suchfunktion im Internet und die Benzinpreisinfos erwiesen sich in der Navipraxis als große Erleichterung. Etwas enttäuschend war allerdings, dass sich die Staumeldungen noch nicht sonderlich vom herkömmlichen TMC Pro abheben konnten.



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Garmin nüLink 1695

Das Garmin- Navi für mit der Kennziffer 1695 ist das erste Garmin, das nicht mehr nüvi heißt, sondern nüLink. Dafür verantwortlich sind die gleichnamigen Internet-Services anderswo "Live genannt, über die Garmin sein nüLink 1695 mit diversen Informationen versorgt. Neben Staumeldungen sind dies vor allem ein um Satellitenbilder erweiterbarer Wetterdienst, An- und Abflugdaten großer Flughäfen, die Google-Suche zur Zieleingabe, aktuelle Benzinpreise verschiedener Tankstellen und gegen Aufpreis ein Online Telefonbuch samt Adressenspeicher.

Ein Jahr lang sind die Dienste europaweit im Kaufpreis enthalten, danach muss man pro Jahr 79 Euro bezahlen. Das nötige Mobilfunkmodul ist direkt ins Navi integriert. Außer einer Feldstärkenanzeige wie bei Handys bekommt man von der hochintegrierten Technik nichts mit. Der Rest ist typisch Garmin. Das rückseitig gummierte und mit einem schicken Chromrahmen versehene Navi ist erstklassig verarbeitet, die Halterung erfreulich klein und trotzdem stabil. Damit entsprechen Hardware und Zugaben dem Vorgänger 1690 mit Ausnahme des auf stattlich 5-Zoll gestreckten und exzellent ablesbaren Display.
Das beste aus zwei Welten im Garmin nüLink 1695

Während die Hardware sozusagen aus der Vergangenheit stammt, hält bei der Navigationssysoftware die Zukunft Einzug. Die noch gelobte Bedienungsoberfläche kommt vom Design nüvi 3790T. Die Bedienlogik mit den ständig am linken Bildrand eingeblendeten Steuerbuttons überzeugt auch hier, die Garmins sind damit mit am einfachsten zu bedienen. Doch da der Bildschirm des 1695 nur eine normale Auflösung von 480x272 Pxel bietet, weckt die Aufmerksamkeit nicht ganz so viel Begeisterung wie beim Designer-Navi. Vielmehr spielt das Garmin nüLink 1695 überzeugend den Seriösen: leicht bedienbar, schnell und schick, aber weniger Bling-Bling.

Dafür trumpft Garmin bei der Ausstattung auf. In loser Aufstellung hat das nüLink eine spezielle Öko-Routenoption mit Verbauchsberechnung, einen Diebstahlschutz, eine Europakarte mit 60 Tage Aktualisierung und günstigen Updates (89 Euro für das Liftime-Update), eine manierlich funktionierende Bluetooth-Freisprecheinrichtung, einen Routenplaner, Bildbetrachter, Navigation zu geocodierten Fotos, Fußgänger-Modus, Notfallhilfe, die automatische Speicherung der letzten Parkposition, einen Währungsrechner und eine Weltzeituhr. Dazu kommen die sogenannten Photoreal-3-D-Kreuzungsansichten, für die Garmin mehr als 7000 Abzweigungen in Deutschland fotografiert und digitalisiert hat. Nähert man sich einer entsprechenden Kreuzung oder Ausfahrt schaltet das Navi von der animierten Karte auf das Standbild, das dann aber fast exakt der echten Straßensituation entspricht. Die Geschwindigkeitswarnung schlägt sofort beim Erreichen der zulässigen Tempos mit einem "Ping" Alarm und nervt daher etwas. Bei der Konkurrenz kann man eine etwas laxere Überwachung einstellen.

Neue Staumeldungen

Am auffallendsten sind jedoch die neuen Staumeldungen, die von Navteq Traffic via nüLink geliefert werden. Statt einzelner Störungen kann man auf dem nüLink auch den aktuellen Verkehrsfluss beobachten ob es fließt oder sich staut, verrät ein farbiger Balken neben der Strecke. Gelb heißt zähflüssig, Rot bedeutet Stillstand. Aufgrund der niedrigen Auflösung sieht das ganze etwas unübersichtlich aus, wie auch die Kartendarstellung etwas grob geraten ist. Zusätzlich gibt es den Verkehrsbutton, der ebenfalls von Grün auf gelb und Rot wechselt und hinter dem sich die Optionen zur aktuellen Route verstecken. Neuerdings kann man sich hier auch eine detaiilierte Ausweichroute berechnen lassen, in einer Übersicht werden Straßentyp und Dauer skizziert.

Dank seines großen Displays kann man das Garmin nüLink 1695 auch aus größerer Enfernung gut ablesen, etwa in einem Van. Die detailarme Kartendarstellung hilft hier ebenfalls, doch wer etwas nährer dran sitzt, wünscht sich eine feinere Gestaltung. Für die Routenberechnung nimmt sich das nüLink etwas mehr Zeit als die besten Konkurrenten, doch in der Praxis fällt das nicht weiter auf.

Auf der Strecke ist das nüLink 1695 zuverlässig

Unterwegs im Navi Test gefällt die wortreich moderiende Text-to-Speech Stimme, die jedoch ab und zu etwas unmotiviert und abgehackt klang. Bei den Routen lässt Garmin nichts anbrennen, nur in der Stadt weist das System einen kleinen Hang zu Nebenstrecken auf. Vor allem, wenn man die Hauptroute verlässt, leitet das Garmin nüLink 1695 in quirligem Aktionismus auf neue Strecken, was nicht immer optimal ist. Insgesamt überzeugt im Navi Test die umfangreiche Ausstattung des nüLink 1695, aber die einfache Bedienung und das große Display nebst der hervorragenden Verarbeitung sind top.

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Medion GoPal E3240

Auf das neue Medion GoPal E3240 trifft die Formulierung klein aber oho voll zu. Das in vielen Märkten angebotene Navigationssysteme besticht schon auf den ersten Blick vor allem wegen seiner kombination aus günstigem Preis und sehr ordentlicher Ausstattung. Diese umfasst sogar einen TravelGuide, der für einige Sonderziele eine gute beschreibung liefert. Aber auch für das Vorankommen unmittelbar wichtige Funktionen wie ein TMC-Empfänger sind im Kaufpreis inklusive. Hinzu kommt, dass das Medion GoPal E3240 mit einer sehr robusten Halterung geliefert wird und äußerst schmuck geraten ist. Wie auch bei anderen TMC-Navis im Navi Test dockt an das Medion neben dem Stromkabel auch noch das Antennenkabel für den TMC-Empfänger an.

Das Menü der neuen Medion-Navigationssoftware ist auf den ersten Blick nicht sofort zu erfassen, da sich beispielsweise hinter dem Menü-Haupteingang mit dem Notensymbol zwar die Anleitung, der TravelGuide, Sodoku und so weiter befinden, aber keinerlei Musikfunktion. Auch die Einstellungen sind etwas unglücklich verschachtelt. Unter "Darstellung" lässt sich zwar das Tag-Nacht-Design umschalten, aber für die Helligkeit der Displays bei Tag respektive Nacht muss man sich in den "Geräteeinstellungen" umtun. Doch auch wenn das menü nicht optimal gestaltet ist, mit ein wenig Hartnäckigkeit findet man alles, was zum Navigieren notwendig ist.

Zieführender Preisbrecher das Medion GoPal E3240

Unterwegs wetzt das Medion GoPal E3240 die Menü-Scharte dann weitgehend aus. Einmal auf Kurs, besticht es mit einer sehr gut verständlichen Sprachausgabe. Die Abbiege-Kommandos an sich kommen etws früh, woran man sich aber gewöhnen kann und was manchem womöglich gar entgegen kommt. Das ist Geschmackssache. Die Kartendarstellung und die Anzeige an sich sind sehr gut gelungen und nutzt das Display gut aus. Auch die Routenwahl kann überzeugen, auch wenn nicht jede im Navi Test gewählte Innenstadt-Route hundertprozentig optimal ist. Angesichts des niedrigen Preises: Einfach zugreifen!



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Medion GoPal P4445


Das Medion GoPal P4445 fällt mit seinem Preis in die Oberklasse-Liga; entsprechend gut ist es ausgestattet. Ein ungewöhnlichs Feature ist der Fingerdrucksensor, mit dem man das Navi gegen unbefugte Benutzung sichern kann. Das ist unter Umständen wichtig, wenn die zuletzt angefahrenen Adressen geheim oder delikat sind. Aber auch Diebe haben mit dem P445 von Medion keinen Spaß, denn wenn man einmal ein Passwort vergeben und seinen Fingerabdruck eingelsen hat, ist das Navi abgesichert. Ein Langfinger kann es dann zwar mitgehen lassen, aber wenigstens nichts damit anfangen. Als durchaus klassenübliche Extras sind MP3-Spieler und Bildbetrachter vorhanden. Sinnvoller als Musik auf dem trötigen Navi-Lautsprecher ist aber die integrierte Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Als Verkehrsinformation kommt da bei nur das genauere TMC Pro infrage.
Gute Sprachsteuerung im Medion GoPal P4445

Mit den beim Medion E3240 beschriebenen Menü-Schwächen kämpft auch der P4445. So verbirgt sich hinter dem Notensymbol im Hauptmenü bei ihm zwar auch ein MP3-Player, aber eben auch alle anderen Extras. Etwas störend für Hektiker, sind die ab und an auftretenden Gedenksekunden, wenn man auf eine Reaktion des menüs wartet. Verglichen mit dem Medion GoPal P4635 sind diese aber noch gut zu verschmerzen, zumal sich die Pausen im Wesentlichen auf das Einstellungsmenü beschränken. Ausgesprochen gut funktioniert die Sprachsteuerung, die über einen Langdruck auf das Display aktiviert wird. Zwar agiert auch diese nicht allzu flott, aber dafür erkennt sie diktierte Ziele zuverlässig.

In der Kerndisziplin Navigation gefällt das Medion GoPal P4445 im Navi Test zum einem mit seiner nicht zuletzt dank TMC Pro guten Routenwahl. Wie beim kleinen Bruder kommen auch hier die Ansagen recht früh. Gut gemacht ist die optimale große Pfeileinblendung, die aber gerne kontrastreicher sein dürfte. Trotz des Optimierungspotentials an einzelnen Stellen ist das Medion P4445 schon jetzt ein sehr gutes mobiles Navi zu einem überaus attraktiven Preis.



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Medion GoPal X4345 und X4545

Schneller, schöner und komfortabler das sind die ersten drei Dinge, die sich über die beiden neuen Medion GoPals X4345 und X4545 in Bezug auf ihre Vorgänger sagen lassen. Schöner sind die beiden Medion Navis nicht zuletzt wegen des schwarz chromfarbenen Rahmens, der das 4,7-Zoll-Display umrandet. Am rechten Gehäuserand sitzt ein Fingerdrucksensor, der die hübschen Lotsen vor Dieben schützen soll. In beiden Navis arbeitet die aktuelle Navigationssoftware GoPal 5.5.

Bereits kurz nach dem Start zeigt sich, dass das Interface klar schneller auf Touchscreen-Eingaben reagiert als beispielsweise das mit Live-Funktionen gesegnete Medion GoPal P4635. Das Medion X4345 und das X4545 besitzen zwar keine Live-Funktionen wie die Zieleingabe über Google oder einen Online-Wetterdienst, doch dafür warten sie mit allerlei Komfortbeigaben auf, etwa mit einem GPS-Pro-Empfänger. Das ist ein GPS-Empfänger mit zusätzlichem Beschleunigungssensor, der alle Richtungsänderungen und Bewegungen registriert. So läuft die Navigation auch bei Tunneldurchfahrten ohne GPS-Empfang weiter. Allerdings klappte dies im Navi Test nicht fehlerfrei. Das Navi versuchte dabei auf den oberen Straßen des Tunnels herumzurechnen.
Vorbildliche Sprachsteuerung



Ein Lob gebührt der vorbildlichen Sprachsteuerung beider mobilen Navis, die sich jederzeit per Langdruck auf dem Touchscreen aktivieren lässt. Alle Display-Inhalte lassen sich nun ganz einfach per Sprache anwählen. Als Hilfestellung werden bei aktivierter Sprachsteuerung die Optionen als Sprechblase hinterlegt, zur Not souffliert eine Hilfefunktion sämtliche möglichen Eingaben.

Ebenfalls eine Neuerung ist das Sicherheitsfeature "Street Expert". Dieser Straßenexperte warnt den Fahrer vor scharfen Kurven oder Steigungen und zeigt die entsprechenden Verkehrszeichen auf der Kartenansicht an.

Für Einsteiger bieten das Medion X4345 und X4545 auch einen "Easy Mode". Ist er aktiviert, nimmt der Einstellungsumfang zugunsten der Übersichtlichkeit merklich ab. So fehlt dann der Shortcut zu den Einstellungen im unteren Navigationsbalken, und auch die Zieleingabe präsentiert sich ein wenig übersichtlicher. Außerdem wird man im "Easy Mode" Schritt für Schritt durch die wichtigen Einstellungen geführt.

Allerdings könnte auch das Standard Interface ein wenig mehr Übersicht vertragen. Die Einstellungen und Optionen liegen teilweise ein wenig versteckt, ihre Zuordnung ist nicht immer hundertprozentig schlüssig. So hat Medion das "Extra"-Menü mit einem Musiknotenlogo gekennzeichnet, und ausgerechnet hier findet man nach etwas Sucherei den einfachen Modus.

Im "Extra"-Menü ist auch ein "Contact Manager" hinterlegt, mit dem sich Kontakte einpflegen und später ansteuern lassen, ebenso ein Reiseführer von Polyglott. Dem aufmerksamen Leser dürfte sich langsam aber sicher die Frage nach dem Unterschied zwischen den bis hierhin identischen Navis stellen. Das Medion X4545 hebt sich nur durch die Bluetooth- Freisprecheinrichtung vom günstigeren X4345 ab.
Zügige Zieleingabe bei Medion X4345 und X4545



Erfreulich bei beiden neuen Medions ist, dass neben all den Komfort auch die Brot- und Butter- Funktionen nicht zu kurz kommen. So lassen sich Ziele dank Buchstabenausblendung und kurzer Reaktionszeit sehr zügig eingeben. Auch hier macht sich die Sprachsteuerung positiv bemerkbar. Im Nu hat man Orte, Straßen und Hausnummern diktiert.

Die Kartenansicht ist kontrastreich und gut ablesbar, auch hier kann man auf die Eingabe via Touchsreen verzichten und alles per Sprache steuern. Allerdings ist man hier anfangs des öfteren auf die Hilfefunktion angewiesen, weil verständlicherweise alle Befehle wie im Hauptmenü als Text abgebildet werden können. Lediglich bei Sonneneinstrahlung neigt das Display trotz verbesserter Beleuchtung noch immer zur Verspiegelung.

Bei wichtigen Kreuzungen und Abwzeigungen erleichtert eine Signpost-Darstellung die Orientierung. Wichtige Gebäude werden in 3-D dargestellt, wobei sie gerne ein wenig größer sein dürften, denn bei geringerer Zoomstufe sind sie teilweise etwas undeutlich zu erkennen.

Die Kartenansicht bietet auf der rechten Seite ein kleines Zusatzfenster, auf dem wahlweise eine Pfeildarstellung oder die umliegenden POIs dargestellt werden. Vor Staus warnt der TMC-Empfänger, der seperat ausgeführt ist. Er könnte übrigens gerne im Stromkabel integriert sein. Außerdem hilft die Funktion "Clever Routes" dabei, Staus zu umfahren. "Clever Routes" berechnet die Strecken auf der Grundlage historischer Verkehrsdaten.

Bei beiden Medions lassen sich hier vor Fahrtantritt drei Routenvorschläge berechnen. Die Navis berechnen vorab jedoch nur die vom Nutzer präferierte Routenoption, was die Wartezeiten ein wenig verkürzt. Allerdings brechnen auch die Medions in dieser Disziplin keine Geschwnidigkeitsrekorde.

X4345
X4545

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Navigon 6350 Live und 8450 Live

Navigon setzt dem bisherigen Topmodell 5410 mit dem 8450 Live das Sahnehäubchen auf. Der Zusatz "Live" verrät es eigentlich schon. Das Navigon Dickschiff klinkt sich über ein in der Stromversorgung zwischengeschaltetes GSM Modul ins Handynetz ein und ist damit online. Auch das 6310 gibt es nun in der Variante 6350 Live. Zu den damit möglichen Diensten zählt zum einen eine aktuelle Wettervorhersage; das Navigon 8450 Live und das 6350 Live zeigen den aktuellen Wetterbericht entlang der Route sowie am Zielort. Zum zweiten ist der Dienst "Google Local Search" integriert. Das ist die Live-Online-Suche von Zielen in der Umgebung. Damit steht ein weitaus größerer Datenbestand an Sonderzielen zur Verfügung, in den meisten Fällen inklusive Telefonnummer, Adresse und Nutzerbewertungen.
Hochaktuelle Verkehrsinformationen im Navigon 6350 und 8450 Live

Der interessanteste Onlinedienst ist jedoch "Traffic Live", der gegenüber TMC und TMC Pro genauer sein und mehr Straßen abdecken soll. Traffic Live zeigt die Informationen zu Verkehrsstörungen an und empfiehlt, die Störung zu umfahren, wenn eine kürzere Route möglich ist. Der Service bedient sich aus einem Datenpool, in den verschiedene Informationen eingehen, beispielsweise aus Verkehrsschlaufen, aus den Bewegungsdaten von Navigon-Live-Nutzern und von Fahrzeug-Flottenpartnern. Traffic-Live funktioniert aktuell in Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Norwegen, den Niederlanden und Schweden.

Auf längeren Strecken melden die Navigon-Live-Navis auch tatsächlich Staus, die nicht im Verkehrsfunk stehen, bieten aber nur dann eine Umfahrung an, wenn sich diese auch lohnt. Die Integration des Live-Dienstes ist rein physisch jedoch weniger gelungen als seine Software seitige Umsetzung. Anders als beispielsweise bei den TomTom-Live-Navis steckt der Live-Dienst in einer kleinen Extrabox, die zwischen Zigarettenanzünder und Navi gestöpslet wird. Das hat zwei Nachteile gegenüber einer integrierten Lösung wie bei TomTom. Zum einen wird das ans Navi angehängte Kabel länger und der nicht arretierbare USB-Stecker des Laders kann im Fußraum schon mal unbeabsichtigt abgezogen werden. Das lässt sich immerhin noch mit einer sorgfältigen Kabelführung vermeiden. Der zweite Nachteil. Die Live-Dienste funktionieren nur dann, wenn die Stromversorgung an das Kästchen angedockt ist. Wer mal eben den Zigarettenanzünder für das Laden des Handys benutzen will, muss ohne Live Unterstützung auskommen.

Lohnt sich Live von Navigon?

Eine Online-Verbindung über das Handynetzt kostet Geld. Deshalb schlägt der Live-Service nach den ersten drei Monaten mit rund 80 Euro pro Jahr, bei Abschluss eines Zwei-Jahres-Abos mit 140 Euro zu Buche. Das ist zwar billiger als bei TomTom, aber wer die Dienste nicht benötigt und nicht in einer sehr verkehrsreichen Umgebung wohnt, bekommt mit den Nicht-Live-Navis 8410 und 6310 identische Navis mit TMC Pro beziehungsweises TMC. Umgekehrt ist das Navigon Angebot für Vielfahrer äußerst interessant, zumal die beiden Navis mit den bekannten Navigon Tugenden wie Top-Routenführung, exzellenter Sprachausgabe, schicker Kartendarstellung sowie guter Sprachsteuerung glänzen können. Im Fall des 8450 Live kommen noch die sehr sensible Echtglasoberfläche und der Metallrahmen hinzu, außerdem der 5-Zoll Touchscreen und das Multimediapaket.

8450
6350

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Navigon 1410

Navigon 140 gibt es in mehreren Versionen. Je nach Kartenumfang zu Preisen von 99 bis 139 Euro. Ein TMC-Empfänger ist nicht mit von der Partie, doch dafür besitzt das Navi zahlreiche Features, die man bei anderen Navi-Kandidaten der Einsteigerklasse vergeblich sucht. So berechnet etwa die Funktion MyRoutes drei Routen auf einmal, die integrierte Fußgänger-Navigation erleichtert den Einsatz zu Fuß. Und auch der Fahrspurassistent, die Ansicht von Autbahnfahrten und der Geschwindigkeitswarner sind nicht unbedingt selbstverständlich für ein preiswertes Einsteiger-Navi.

Die Hardware kommt dabei gar nicht wie eine Einsteigerausführung daher. Zwar ist das Navi in schwarzem Plastik gehalten, doch das strahlende Display, der laute und klare Lautsprecher sowie die stabile Navi-Halterung hinterlassen im Navi Test Eindruck.

Schnelles Arbeitstempo

Auch die Routenberechnung des Navigon 1410 ist sauber dimensioniert, das Navisystem lässt sich flüssig bedienen und reagiert auf jeden Fingerzeig umgehend. Die Menüs sind für das 3,5-Zoll Display zwar zum Teil ein wenig klein geraten, doch das schnelle Arbeitstempo und die Funktionen versöhnen mit dieser Einschränkung.

Viele interessante Features kann man als Nutzer auch über die Desktop-Software Navigon Fresh nachinstallieren, so zum Beispiel die Funktion Reality View Pro oder auch eine Text-to-Speech Sprachausgabe.

Unterwegs überzeugt das Navigon 1410 mit der Navigon typisch sehr präzisen und lauten Sprachausgabe, der übersichtlichen und flüssigen Kartendarstellung und der sicheren Führung. Die Zusatzinfos sind zwar etwas kleinteilig dargestellt, doch dank des klaren Displays bereitet das Ablesen keine Probleme.

Das Navigon 1410 ist ein sehr gutes mobiles Navigationssystem der Einsteigerklasse, das im Navi Test eine sichere Führung und zahlreiche Funktionen in sich vereint. Lediglich auf TMC müssen die Käufer verzichten.



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Navigon 2510 Explorer


Das Navigon 2510 Explorer ist das Navigon Topmodell in der 3,5-Zoll Klasse. Außer einem integrierten TMC-Empfänger und einer vollwertigen Europakarte hat Navigon auch noch einen Reiseführer in das Navi eingebaut, der sowohl Sonderziel-Informationen als auch spezielle Touren bereithält.
Tolle Fußgänger-Navigation

Doch die wahre Besonderheit und der Grund für die Zusatzbezeichnung Explorer ist der in das Navi eingebaute elektronische Kompass. Im Fußgänger-Modus, bei dem das Navi auf Hochkant-Darstellung umgeschaltet wird, richtet sich die Karte automatisch im Navitest in Laufrichtung aus und erleichtert damit die Orientierung in der Fremde enorm. Hätte das Navi keinen Kompass, müsste man immer ein paar Meter loslaufen, damit das Gerät die richtige Richtung via GPS sicher erkennt.

Auch wirkt das Navigon 2510 Explorer hochwertig. Es wird mit einem Chromrand und einer Handschlaufe ausgeliefert und macht sich damit auch in einer Anzugjacke allerbestens. Die Ausstattung für die Auto-Navigation ist ebenfalls komplett: Text-to-Speech Sprachausgabe auch für TMC Staumeldung, die neue Funktionen MyBest-POI, die auf Wunsch die Entfernung zu den nächsten Sonderzielen aus drei Gruppen anzeigt sowie sämtliche Hilfseinblendungen und Assistenten, die sich im Navigon Programm finden lassen.

Entsprechend überzeugend gelang im Navitest die Zielführung. Präzision und Sprachausgabe liegen wie beim Navigon 1410 auf hohem Niveau, doch die Anzeigeoptionen sind eben einen Tick vielfältiger.

Das Navigon 2510 Explorer kostet nur wenig mehr als das Einsteigermodell Navigon 1410, bietet aber außer der hochwertigeren Hardware TMC, den integrierten Kompass sowie die umfangreiche Navigationssoftware. Insgesamt gesehen ist das Navigon 2510 Explorer daher der bessere Kauf im Navi Test. Nicht nur für Autofahrer, sondern aben auch für Fußgänger.



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Navigon 40 Premium und Navigon 70 Plus


Navigon setzt auf Einfachheit bei seinen zwei neuen mobilen Navigationssystemen 40 Premium und 70 Plus.

Die Ziffer ist ein Indiz für die Größe des Navimodells, die Zusätze Premium und Plus geben Aufschluss über die Ausstattungsvariante.

So hat das Navigon 40 Premium trotz des kleineren 4,3-Zoll-Bildschrims eine sehr gut bedienbare Bluetooth-Freisprecheinrichtung an Bord, die dem Fahrer SMS via Text-to-Speech überraschend sicher vorliest. Sogar Abkürzungen sind dem Navi geläufig. Das 70 Plus kommt ohne Telefonanbindung daher, bietet dafür aber einen Annäherungssensor und den größeren 5-Zoll-Bildschirm. Nähert sich die Hand des Nutzers dem Touchscreen, blendet das Navi die untere Optionsleiste und die nächstgelegenen Sonderziele ein.

Die Entscheidung für das eine oder andere Modell sollte man anhand dieser Faktoren treffen, denn ansonsten unterscheiden sich die beiden Navis kaum, da unter ihrem hochwertigen Gehäuse die gleiche Navigationssoftware arbeitet. Nicht zu unterschätzen ist der Größenunterschied. Gerade in kleinen Autos macht das Navigon 40 Premium eine hervorragende Figur an der Frontscheibe, weil es die Sicht nur minimal einschränkt. Zudem passt es locker in fast jede Hosentasche.

Navigon mit neuen Annäherungssensor

Den Anfang macht der erwähnte Annäherungssensor des Navigon 70 Plus. Dieser blendet bestimmte Funktionen automatisch am oberen und unteren Rand der Kartenansicht ein, sobald man dem Navi nährer kommt. Auf diese Weise kann der Fahrer zum Beispiel Sonderziele wie Tankstellen, Parkplätze oder Restaurants, die sich entlang der Route befinden auswählen und ansteuern. Die POI-Leiste lässt sich auch individuell belegen.

Im Navi Test reagierte der Sensor, obwohl er auf maximalem Reaktionsradius gestellt war, mitunter etwas kühl auf Annäherungsversuche. Dies führte letzlich dazu, dass wir dem einfachen Fingertipp auf den Bildschirm den Vorzug gaben.

Eine Neuerung an Bord des 40 Premium und des 7 Plus ist der "Active Lane Assistent", ein animierter Fahrspurassistent. Er wird bei mehrspurigen Abzweigungen eingeblendet, kann auf das Auge aber leicht verwirrend wirken, da sich dann die Karte und der Assistent unterschiedlich schnell und in verschiedene Richtungen bewegen. Erfreulicherweise überlässt es Navigon dem Nutzer, ob er die neuen Funktionen aktivieren will oder nicht, denn er kann auch auf die altgedienten Funktionen vertrauen. Statt der animierten Fahrspur erscheint dann die gewohnte statische Ansicht. Es lohnt sich daher, mit dem Navi herumzuprobieren und es auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.

Bei aktiver Zielführung zeigen beide Navigons, wie Navigation anno 2010 aussehen sollte. Man fühlt sich mit beiden Navis unterwegs einfach gut aufgehoben. Das liegt unter anderem daran, dass Navigon den Spielraum für Missverständnisse gekonnt kleingehalten hat.

Die optische Zielführung im Navigon sucht ihresgleichen

Ein Beispiel dafür ist die überaus gelungene Tunnelansicht. Während sind andere Navis hier teilweise verhasplen, navigieren über darüberliegende Straßen berechnen oder sogar hängenbleiben, sieht der Navigon-Nutzer einfach einen Tunnel mit der restlichen Strecke. Selbst Abzweigungen werden in einer neuen Ansicht dargestellt und angesagt.

Gelungen ist auch die überarbeitete Signpost-Darstellung von Autobahnabwzeigungen, die Karte selbst lässt sich ebenfalls sehr gut ablesen. Auf großes 3-D-Kino hat man bei beiden Geräten verzichtet, der Ablesbarkeit tut diese "Diät" aber durchaus gut. Lediglich in größeren Städten wirkt die Kartenansicht bei voll aktivierten POIs ein wenig überladen. Da die meisten Sonderziele mit Originallogo abgebildet werden, sieht mitunter alles etwas bunt und durcheinander aus, teils überschneiden sich auch die Symbole. Hier holt Navigon 70 Plus mit seinen Screen erstmals einen Punktevorsprung heraus.

Im Navi Test wurde im Navigon eine weitere praktische Funktion aktiviert das "Parken"-Symbol. Drückt man daruf, werden Parkplätze und Parkhäuser inklusive Öffnungszeiten und Kosten angezeigt. Nun muss man einfach das passende auswählen und wird direkt dorthin navigiert.

Drei Strecken zur Auswahl

Taditionell berechnen Navigon-Navis stets drei Routenoptionen, so auch das 40 Premium und das 70 Plus. Die als "My Routes ausgezeichnete Route entpuppt sich dabei meist als die beste. Alternativ lassen sich auch Routen nach eigenen Vorgaben berechnen. Der Vorteil an der Einzelberechnung ist, dass die Routen schneller stehen.

So benötigen die Navigons bei aktivierter "My Routes"-Funktion etwa 30 Sekunden, um die drei Routenvarianten der strecke zu erstellen. Für die einfache Routenberechnung vergehen lediglich 21 Sekunden. Auch in Sachen Bootzeit brechen die Navigons keinen Geschwindigkeitsrekord. Bei einem Kaltstart, also wenn das Navigationssystem nach kompletter Abschaltung hochfährt, benötigt das Navigon 40 Premium satte 57 Sekunden.

Doch die Wartezeit verzeiht man den Navi angesichts der hohen Routenqualität gern. Lediglich einen Schnitzer verzeichnete der Navitest. Die an sich präzise Sprachausgabe enthielt uns bei beiden Navigationsgeräten eine wichtige Abfahrt vor. Als Nutzer doch gelegentlich auf das Display schauen.
Klare und deutliche Ansagen bei Navigon

Abgesehen davon überzeugte die aktistische Zielführung mit gutem Timing und verständlichen Anweisungen. Straßennamen und Abbiegehinweise souffliert die Navigationsstimme dank Text-to-Speech klar und deutlich. An geeigneter Stelle sogar mit französicher Betonung.

Sowohl auf Überlandstrecken als auch innerstädtisch waren beide Navis stets auf der Höhe. Neuberechnungen gingen zügig vonstatten. Nach Tunneldurchfahrten hatte wir den Eindruck, dass das Navigon 40 Premium sich einen Tick länger Zet ließ, um wieder auf die normale Kartenansicht zu wechseln. Ein wenn überhaupt marginaler Unterschied, der nur auffiel, weil beide Navis parallel im Navi Test liefen.

Staus umgehen beiden Navigon-Navis anhand der Daten, die über den im Stromkabel integrierten TMC-Empfänger einfließen. Wer lieber auf einen Live-Verkehrsdienst setzt, für den hält Navigon ebenfalls eine passende Lösung bereit. Das Navigon 40 Premium live kostet ca. 249 Euro und wartet mit Google-Zieleingabe, Wetterdinet und Live-Verkehrsdienst auf.

Für all jene, die ihr mobiles Navigationssystem beruflich nutzen und oft mehrer Ziele hintereinander ansteuern, bietet sich der sehr gut bedienbare Routenplaner an. Hat man die etwas versteckte Unterfunktion "Routen und Tracks" erst einmal gefunden, lassen sich Ziele spielend leicht aneienanderreihen und schließlich auch ansteuern.

NAVIGON 40 Premium
NAVIGON 70 Plus
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TomTom Go 650 Live

Dass der Zusatz "Live Navi mit Online Anbindung kennzeichnet ist keine Erfindung von Navigon, sondern schon seit Längeren von TomTom Navis bekannt. Aktuelles Beispiel ist das TomTom Go 650 Live. Neben akuellen Verkehrsinformationen und Spritpreisen kann man über die Live-Services auch den Wetterbericht abfragen und Ziele via Google suchen. Die online abgerufenen Verkehrsinformationen (HD-Traffic) werden etwa alle drei Minuten aktualisiert; bei TMC passiert das nur alle dreißig Minuten. im Gegensatz zu TMC, das nur Autobahnen auf Staus überprüft, deckt HD Traffic nach eigenen Angaben 95 Prozent aller Straßen in Deutschland ab. Auch in Frankreich, Großbritanien, Niederlanden, belgien, Portugal und der Schweiz empfängt das TomTom Go 650 Live die Informationen.

Das Go 650 Live wird mit Kartenmaterial von 45 Ländern Europas geliefert. Das Kartenmaterial im TomTom 650 stammt von der Tochterfirma Tele Atlas und wurde im Februar 2010 produziert. TomTom liefert grundsätzlich alle drei Monate neues Kartenmaterial aus, so dass es nun vorkommen könnte, dass die Karte auf einem kurz vor dem Sommerurlaub gekauften Navi nicht mehr ganz aktuell ist.

Perfekt ergänzt wird HD Traffic beim TomTom Go 650 von den IQ Routes, die durch über Jahre hinweg gesammelten Daten die tatsächlich auf den Straßen erreichten Geschwindigkeiten kennen, aufgeschlüsselt nach Wochentag und Tageszeit. Weicht die mit HD Traffic ermittelte Echtzeit Verkehrsinformation von diesen historischen Geschwindigkeitsprofilen ab, wird das bei der Routenberechnung mit berücksichtigt.

Grundsätzlich werden bei TomTom-Navis während der Zieleingabe keine vermeintlich unnötigen Buchstabentasten ausgeblendet. Dieser
Hersteller erlaubt eigentlich jede Eingabe und sucht dann mit seinem Fuzzy-Logik-Algorithmus in Frage kommende Möglichkeiten heraus. Das ist sehr komfortabel, weil man sich keine Gedanken darüber machen muss, wie der gesuchte Ort oder die Straße exakt buchstabiert werden.

Kaufpreis plus Live Preis im TomTom Go 650 Live

So viel Komfort kostet allerdings. Die Live-Dienste gibt es nur drei Monate inklusive. Danach müssen sie im Jahr mit rund 100 Euro rechnen, was sich für Vielfahrer durchaus lohnen kann.

Das TomTom Go 650 Live bietet fast perfekte Verkehrsinformationen und Staumeldungen. Man muss sich aber zuerst überlegen, ob einem diese Infos knapp 100 Euro pro Jahr wert sind. Bei Vielfahrern wird dies der Fall sein, erst recht, wenn die tägliche Fahrzeit von einem Kunden zum anderen vom Chef bezahlt werden muss. In diesem Fall sollte man über die Kosten für Live und HD-Traffic eigentlich keine Worte verlieren. Wenn Sie aber von Anfang an bezweifeln, dass Sie HD-Traffic brauchen, und eigentlich nicht vorhaben, den Dienst zu verlängern, ist das Go 650 Live definitiv nichts für Sie. Da hält TomTom Geräte bereit, die geeigneter wären. Die Entscheidung zwischen einem 650 Live und einem 750 Live muss man vom aktuellen Preis abhängig machen. Die Routenberechnung ist über jeden Zweifel erhaben. HD-Traffic und IQ-Routes berechnen zuverlässig die besten Routen. Leider bietet das TomTom 650 Live keinen Verkerhsfunk in Österreich an.



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TomTom XXL


Groß ist das TomTom XXL IQ Routes schon mal. Satte fünf Zoll misst der Touchscreen. Doch seine Befestigung an der Frontscheibe dürfte nicht selten von einem kleinen Fluchen begleitet werden, denn die Design-Halterung EasyPort sieht zwar grazil aus, ist aber widerspenstig. Dass so viel Kraft nötig ist, um des Schwenkgelenk zu verteilen, traut man der zarten Halterung kaum zu.

Dafür flutscht danach alles umso besser. Das Menü reagiert angenehm rasch auf Eingaben. Wem es zu voll ist, der kann es sogar noch ein wenig entschlacken und einige der Optionen und Merkmale ausblenden lassen. Die Bedienung geht wie bei allen TomTom-Navis intuitiv von der Hand, und dank des großen Displays tippen auch hektische Autofahrer selten einmal daneben. Auf der Kartenansicht ist die sowieso schon angenehme TomTom Statusleiste so gut sichtbar, dass ein kurzer Blick auf Ankunftszeit, Tempolimit oder Fahranweisung während der Fahrt genügt. Das sorgt für Sicherheit. Wie das TomTom Go 650 beherrscht auch das TomTom XXL IQ Routes und weiß daher ganz genau, zu welcher Tageszeit man wie schnell fahren kann.

Weil TomTom nach wie vor keine QWERTZ-Tastatur bietet, raten wir zur Verwendung der ABCD-Tastatur. Nicht zuletzt aufgrund der Displaygröße sind die Buchstabentasten riesig:
14 Millimeter breit und 10,5 Millimeter hoch. Grundsätzlich blenden die TomTom-Navis während der Eingabe keine Tasten aus. Die sogenannte Fuzzy-Logik verarbeitet auch ungenaue Eingaben, was einen deutlichen Komfortgewinn darstellt. Sie geben einfach den auffälligsten Namensteil ein, und das Navi findet dann schon die richtige Straße.
Trotz IQ-Routes umständliches Routen im TomTom XXL

Die grafische Routendarstellung des TomTom XXL gehört zu den eher einfachen. Eingeblendete Gebäude oder Denkmäler gibt’s nicht.
Weil die Auflösung des TomTomXXL gegenüber dem XL nicht gestiegen ist, wurden einfach die einzelnen Bildpunkte vergrößert. Vor dem Navi-Test gab esBedenken, dass deswegen die Darstellung zu grob wird. Diese haben sich aber nicht bestätigt. Man kann die Kartendarstellung wechseln zwischen einer 3-D Ansicht mit Fahrtrichtung oben, einer zweidimensionalen mit Fahrtrichtung oben und einer zweidimensionalen mit Norden oben. Sicher auch aufgrund ihrer Einfachheit ist die Kartendarstellung gut animiert und ruckelfrei. In jedem Modus arbeitet auch ein automatischer Zoom, der auf Autobahnen weit aus der Karte raus fährt, eine innerörtliche Abbiegung aber auf Bildschirmformat
vergrößert. Am rechten Rand liegt die sogenannte Verkehrsleiste.Hier sieht man die per TMC empfangenen Verkehrsstörungen auf der berechneten Strecke. Besonders hervorzuheben ist, dass das Navi
einen Stau nicht nur umfährt, sondern diegesamte Strecke neu berechnet, wodurch sich fast immer eine großräumige Umfahrung ergibt. Am unteren Bildrand befindet sich ein blauer Balken mit vielen Informationen zum aktuellen Status.

Bei den Überland Strecken konnte das XXL vollauf überzeugen, auf Innenstadt Routen dagegen leistete es sich des öfteren Patzer. So wurde ein Ziel der Navi Test Route, eine Tankstelle, als erreicht angekündigt, befand sich aber auf der anderen Straßenseite der Bundesstraße jenseits des befestigten Mittelstreifens ohne Wendemöglichkeit weit und breit. Auch die trotz gewählter "Schnell-Option" gerouteten Abstecher durch Zone 30-Wohngebiete mit Bremsbebauung sind mindestens gewöhnungsbedürftig. Im Tunnel verliert das TomTom XXL das GPS Signal und zeigt dann die nächste Abbiegung nicht mehr an. Das fühlt man sich als Fahrer alleingelassen. Auch die Sprachausgabe dürfte gern etwas eloquenter kommandieren. Das TomTom XXL ist groß. Wer vor allem Wert auf gute Lesbarkeit und leichte Bedienung legt, liegt trotz leichter Routing Schwächen bei diesem 199 Euro Navi richtig.

An großen Kreuzungen aktiviert sich der Fahrspurassistent, er ersetzt dann die beiden ersten Informationen des blauen Balkens. Der Fahrspurassistent zeigt mit dünnen Pfeilen alle Spuren. Diejenigen, die man benutzen soll, sind etwas dicker gezeichnet.
Nur auf Autobahnen sieht man fast realistische aber unbewegliche Abbildungen der Straßenführung. Grüne Pfeile zeigen unmissverständlich, wie man sich jeweils einordnen soll. Am oberen Bildschirmrand findet man dann auch fast reale Schilder, mit denen man sich zusätzlich orientieren kann. Die Umschaltung zwischen dem hellen Tag- und dem dunkleren Nachtmodus erfolgt vollautomatisch
in Abhängigkeit vom Stand der Sonne und der aktuellen Uhrzeit.

Der große Bildschirm erleichtert nicht nur die Routenführung, sondern auch die Eingabe von Zielen. Die Konzentration auf die Navigationsfunktionen macht das XXL absolut intuitiv bedienbar, so dass auch Anfänger problemlos mit dem Navi umgehen können. Für den Preis gibt es derzeit keine Alternative.

Das TomTom XXL IQ Routes ist sicherlich als Einsteigergerät ohne Multimediafunktionen und ohne Erweiterbarkeit einzustufen. Dennoch bietet es eine grundsolide Navigationsleistung mit stets sinnvoller Routenführung, letztendlich auch durch IQ Routes bedingt.

Die Integration und Berücksichtigung der Verkehrsmeldungen ist gut gelöst. Eine einfache Kartendarstellung muss nicht nur ein Nachteil sein, da sie auch nicht vom eigentlichen Einsatzzweck ablenken kann - nämlich der Navigation. Durch den großen Bildschirm und die einfache, logische Benutzerführung bietet sich das TomTom XXL IQ Routes nicht nur für ältere Personen an, die eine größere Darstellung bevorzugen, aus unserer Sicht wird hier auch ein deutliches Plus in Bezug auf die Verkehrssicherheit erreicht.

Die Informationen sind auf einen Blick deutlich erkennbar, sofern das Gerät tatsächlich einmal während der Fahrt bedient werden muss, kann dies durch Tippen mit dem Finger und nicht nur mit dem Fingernagel erfolgen.

Für Einsteiger, die eine mobile Navigationsleistung ohne erschlagenden Funktionsumfang suchen, können wir das Gerät absolut empfehlen, da es uns während des Testzeitraumes immer zuverlässig begleitet und sicher ans Ziel geführt hat.



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TomTom Start 2


Der TomTom Start 2 ist der legitime Nachfolger des Einsteigermodells One. Dennoch erhält man mit ihm ein Navigationssystem, bei dem man auf nichts verzichten muss. Das Start 2 ist für ein Navi mit 3,5 Zoll großem Bildschirm sehr groß geraten. Das Problem: Die Autohalterung ist fest in die hintere Gehäuseschale des Navis integriert. Damit muss man beim Mitnehmen des Geräts natürlich auch jedesmal die Halterung komplett abnehmen und bei Fahrtantritt neu anbringen. Das mobile Navi enthält Karten von Zentraleuropa, ein TMC-Empfänger im Ladekabel sind schon drin, zudem kommt das 3,5-Zoll Navi mit wechselbaren Gehäuseschalen. Und auch die TomTom Technologie IQ-Routes ist mit von der Partie. Das Ladekabel ist 150 Zentimeter lang. Es verarbeitet Eingangsspannungen von 12 bis 24 Volt, kann also auch im LKW eingesetzt werden. Für Verkehrsinformationen muss man einen externen TMC-Empfänger zwischen das Navi und das Ladekabel stecken. Daran ist eine 1.30 m lange Wurfantenne befestigt, die man mit Hilfe zweier Saugnäpfe an der Windschutzscheibe anbringt.
Robust und einfach

Die Hardware selbst spiegelt den Einsteigerstatus noch am ehesten wider. Das Gehäuse mit den optional erhältlichen bunten Wechselhüllen wirkt wenig hochwertig, aber robust, das Display ist etwas flau und die Verankerung für die Halterung hakelig. Doch hängt erst einmal alles an der Windschutzscheibe, dann wackelt nichts mehr.

Das TomTom Start 2 erhält man vorerst nur in der Version Central Europe Traffic. Das Traffic bedeutet, dass der angesprochene TMC-Empfänger mitgeliefert wird. »Central Europe« steht natürlich für Zentraleuropa. TomTom liefert das Start 2 mit Kartenmaterial von Deutschland, Österrreich, der Schweiz und Liechtenstein, sowie den angrenzenden Ländern Dänemark bis Malta. Wie bei allen aktuellen TomTom-Navis kann man auch beim Start 2 via Mapshare einzelne Korrekturen am Kartenmaterial vornehmen und diese über einen Internet-PC mit anderen TomTom-Besitzern austauschen. Außerdem unterliegt auch die hier installierte Karte der Latest-Map-Garantie, die besagt, dass man bis 30 Tage nach dem Kauf das zu diesem Zeitpunkt aktuelle Kartenmaterial kostenlos aus dem Internet herunterladen und auf das Navi übertragen darf - natürlich nur, wenn es auch eine aktuellere Version gibt.

Das Menü hat TomTom stark vereinfacht. Beim Einschalten zeigt das Start 2 nur noch zwei große Icons: "Route planen" und "Karte rollen". Darunter befindet sich eine kleine Schaltleiste mit fünf weiteren Icons. Zahlreiche Optionen und Funktionen wurden entfernt oder neu sortiert. Die Optionen stehen ab sofort nur noch dort zur Verfügung, wo sich auch gebraucht werden. Das erleichtert vo allem Einsteigern die bedienung und gibt etwas mehr Übersicht, doch man fühlt sich hier und da, als hätte das Navi zu wenig an Bord. Wer Navigation pur erwartet, wird sich darüber freuen.

Die Zielführung erledigt im Navi Test der TomTom Start 2 ebenso routiniert wie seine größeren Geschwister. Sobald das Gerät die fertige Route anzeigt, darf man via Route ändern den Weg an die eigenen Vorstellungen anpassen. Dazu gibt es
bespielsweise die Punkte Straßensperre vermeiden , Alternative berechnen, Reisen
über..., oder dann Neue Route planen oder
Route löschen. Leider bietet das Start 2 keine weiteren Einstellmöglichkeiten. Keine einzige. Fußgängermodus, kürzeste Strecke, Autobahn vermeiden, aber auch zum vermeiden oder erlauben von Mautstrecken oder Fähren sucht man vergebens. Das Navi bietet praktisch keine sinnvollen Einstellmöglichkeiten.
Der Anwender darf zwar das Ein- und Ausschaltbild von Hand einstellen, aber die lieb gewordenen individuellen Anpassungen, die man den den Vorgängermodellen vorgenommen hat, gibt’s einfach nicht mehr.

Ein wichtiges Feature des TomTom-Kartenmaterials ist IQ-Route. Das bedeutet, alle Straßenabschnitte sind mit tatsächlich fahrbaren Durchschnittsgeschwindigkeiten hinterlegt. Weil diese tag- und zeitabhängig unterschieden werden, wählt das Navi unter Umständen an einem Werktag vom Berufsverkehr besonders betroffene Strecken, während es am Wochenende diese gerne nimmt. Dank IQ-Routes sind die berechneten Routen überwiegend optimal. Die Kartendarstellung auf dem kleinen Display ist etwas kantig, aber sehr übersichtlich, die Sprachausgabe wie bei TomTom gewohnt zum Teil nachlässig formuliert, aber insgesamt präzise.

Das TomTom Start 2 ist ein absolutes Minimal- Navi und daher perfekt geeignet für Einsteiger. Einsteigern wird das reduzierte Menü dieses Navigationssystem's entgegenkommen, seine Ausstattung ist komplett, es arbeitet im Navi Test zuverlässig. Das TomTom Start 2 ist damit ein gelungener Einstieg in die Navi-Welt mit Abstrichen bei der Hardware.
Wenn man mit den genannten Einschränkungen leben kann, ist es klasse. Und es wird sicherlich viele Anwender geben, die sich gerade deswegen für das Start 2 entscheiden werden.



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TomTom XL IQ Edition 2


Für nur 10 Euro Aufpreis gegenüber dem TomTom start 2 erhält man das TomTom XL IQ Routes Edition 2 Central Europe Traffic mit 4,3-Zoll großem Display. Ansonsten sind Ausstattung und Features gleich, nur auf dei bunten Wechselhüllen muss man beim TomTom XL IQ verzichten. Dafür ist die Hardware hochwertiger und nochmals robuster ausgeführt.

Reduziertes Menü im TomTom XL IQ Edition 2

War der XL bislang der Mittelklasse von TomTom zuzuordnen, so ist der neue XL IQ Edition klar in der Einsteigerklasse anzusiedeln. Auch er kommt mit einem funktionsreduzierten Menü, das vor allem Einsteigern den Start in die Navigationswelt erleichtern dürfte.

Wer dagegen von einem älteren XL-Navi auf das neue Modell umsteigt, der wird so manche Funktion vermissen, vor allem bei der Connectivity. Aber auch eine Routensimulation sucht man beispielsweise vergebens. Für XL-Fans bleiben daher nur die Navis der noch auf dem alten Menü basierenden XL-Live Edition.

Durch das größere und knackigere Display haben alle Funktionen etwas mehr Platz als beim TomTom Start 2, und auch die Kartendarsellung kommt besser zur geltung. Die Stau-Infoleiste am rechten Bildrand ist hier ebenfalls besser zu erreichen. Ein direkter Zugang zu den Verkehrsinfos über das Menü ist in der neuen Software nicht vorgesehen. Ansonsten gilt hier wie dort: Der Umgang mit dem TomTom Navi bereitet wirklich keine Mühe.

Die Zielführung ist ebenfalls mit der des Start 2-Modells, nur die Sprachausgabe ist dank dem größeren Lautsprecher auf der Rückseite kräftiger und damit besser verständlich.

Der neue TomTom XL IQ Edition 2 kostet bei gleicher Ausstattung kaum mehr als der TomTom Start 2, bietet aber die Hochertigere Hardware und auch ein größeres Display. Versierte Navigationsanwender jedoch werden im Vergleich mit früheren Modellen einige Funktionen vermissen.




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TomTom Go 950 Traffic


Der Bildschirm misst »standesgemäße« 10,9 Zentimeter, es handelt sich also um ein 4,3-Zoll-Display. Das ist ein idealer Kompromiss, denn das Display ist so groß, dass die Routenansicht schnell erfasst und die virtuellen Tasten leicht gedrückt werden können, aber noch so klein, dass das Navi auch in die Jackentasche passt. Bedienelemente gibt’s wie bei allen modernen Navis praktisch keine mehr: An der Oberseite befinden sich der Einschalter und eine Ladekontrollleuchte, der großzügig dimensionierte Lautsprecher sitzt an der Rückseite und das Mikrofon für die eingebaute Freisprecheinrichtung sowie die Sprachsteuerung rechts neben dem Bildschirm.

Unten finden Sie einen Steckplatz für Micro-SD-Speicherkarten und die Kontaktleiste für den Kontakt zur Aktivhalterung. Diese Halterung ist der einzige äußerliche Unterschied zu dem unter anderem in Deutschland und der Schweiz verkauften Go 950 Live. Die Live-Modelle sind ausgerüstet mit einem fest eingebauten GPRS-Datenfunkmodul, mit dem sie sich alle paar Minuten aktuelle Verkehrsinformationen von einem zentralen TomTom- Server holen. Das funktioniert zwar fast immer sehr gut, und der auf diese Weise realisierte Verkehrsinformationsdienst HD Traffic arbeitet auch wirklich vorzüglich.Nach dem Ablauf der kostenlosen Nutzung kostet Live und HD Traffic aber jeden Monat Geld.

Das Go 950 Traffic empfängt in Österreich die Verkehrsinformationen des kostenlos angebotenen Standards TMCplus. Dieser wird auf allen ORFRadioprogrammen übertragen. TMCplus ist grundsätzlich kostenlos, es handelt sich um eine Dienstleistung des Autobahnbetreibers Asfinag und des Österreichischen Rundfunks.

Gegenüber früher bietet TMCplus die doppelte Übertragungsrate: 120 digitale Verkehrsnachrichten können pro Minute gesendet werden. Damit ein Navi oder Autoradio eine Info aber überhaupt berücksichtigt, muss sie zur Sicherheit dreimal empfangen werden. Effektiv überträgt TMCplus pro Minute also 40 Staus oder andere Verkehrsstörungen, was sicher mehr als ausreichend ist.

In der Praxis funktioniert TMCplus weit besser als der alte TMC-Standard, der im Juli 2009 abgelöst wurde. Sich langsam aufbauende Staus, wie beispielsweise durch die Spurreduzierung an einer Baustelle, werden prinzipbedingt akkurater gesendet als plötzliche Ereignisse wie der Stau nach einem Verkehrsunfall. Einmal brauchte ein Stau im Navi Test nach einem Unfall 15 Minuten und einmal eine durch Reifenteile blockierte Autobahn 13 Minuten, bis die Meldungen auf dem Navi ankamen.

Eine Freischaltung für Premium- TMC-Informationen bietet TomTom für die Traffic-Modelle der Go x50-Serie nicht mehr an. Der TMC-Empfänger ist praktisch unsichtbar in die Autohalterung eingebaut. Das Navi kann also immer Verkehrsnachrichten verarbeiten, wenn es in der Halterung
steckt. Das ist sehr praxisgemäß, weil man sich auf diese Weise das zusätzliche Gewicht spart, wenn man als Fußgänger mit dem Navi unterwegs ist.

Grundsätzlich nimmt man alle Eingaben auf dem Go 950 Traffic über das berührungsempfindliche Display vor. Die Bedienung ist intuitiv und selbsterklärend. Man fragt sich nie, was das Navi jetzt wieder von einem will, sondern kann ganz flüssig mit dem Gerät umgehen.

Für die Eingabe eines neuen Ziels bietet das Go 950 Traffic folgende Möglichkeiten an:

Heimatort: Hier können Sie einen beliebigen Ort eingeben, den Sie besonders oft ansteuern. Weil die Taste für die Zieleingabe und Heimatort an der gleichen Stelle des Bildschirms liegen, reicht es, wenn Sie dreimal links oben auf dem Display drücken: Dann öffnet das Navi das Menü, verzweigt auf die Zieleingabe und übernimmt Ihren Heimatort als Ziel. Dreimal tippen, fertig. Das ist wunderbar einfach.

Favoriten: Hier können Sie mehrere Ziele frei eingeben, beispielsweise alle Niederlassungen eines Unternehmen, häufig anzufahrende Kunden, Bekannte oder Verwandte auflisten.

Adresse: Am häufigsten wird man ganz normal eine Adresse eingeben. Einzigartig wird diese Navigationssoftware durch mehrere Faktoren:
Dank der Fuzzy-Logik können Sie den Namen des Ziels »ungenau« eingeben. Bei einigen Navis kann es passieren, dass man zwischen den einzelnen Buchstaben eine sekundenlang Pause machen
muss, was nach kurzer Zeit furchtbar nervt. Das TomTom Go 950 kennt solche Wartezeiten nicht.

Letztes Ziel: Hier finden Sie eine Liste mit den zuletzt angefahrenen Zielen. Grundsätzlich ist das sehr praktisch, weil man im Regelfall ja sowieso nur zehn, zwanzig Hauptziele hat.

Point of Interest listet Sonderziele auf, die entweder in der Nähe des aktuellen Standorts, in einem beliebigen Ort, in der Nähe des Heimatorts, in der Nähe des Ziels oder entlang der aktuell geplanten Route liegen dürfen.

Position des letzten Halts: Klasse, wenn man mit dem Auto zum Bummeln fährt. Sie steigen aus, nehmen das Navi mit und stecken es ausgeschaltet in die Jackentasche. Wenn Zeit oder Lust nicht mehr reichen, schalten Sie das Navi ein und lassen sich zum Auto zurückführen.

Das Navi Go 950 Traffic wird geliefert mit Kartenmaterial von ganz Europa sowie den USA und Kanada.

Europa bedeutet bei diesen TomTom-Navis wirklich fast ganz Europa. Das einzige, was fehlt, sind Island und ein paar Staaten sehr weit im Osten, wie Georgien und Armenien.

Grundsätzlich könnte es passieren, dass man in einigen Monaten im Handel ein TomTom-Navi mit nicht mehr ganz aktuellen Kartenmaterial erhält. Der Hersteller bietet die sogenannte Latest Map- Garantie. Die besagt, dass man 30 Tage nach dem Kauf die zu diesem Zeitpunkt aktuellste verfügbare digitale Kartenmaterial kostenlos aus dem Internet herunterladen und auf das Navi übertragen darf.

Die vom TomTom Go berechneten Strecken sind absolut klasse, was sicher auch ein Verdienst von IQ-Routes ist. Manchmal überraschen die Strecken, und man fragt sich, wo man jetzt wieder rauskommen wird, aber im nachhinein ist man praktisch immer positiv überrascht.


Routenführung im TomTom Go 950 Live

Die eigentliche Routenführung macht einen übersichtlichen und einfachen Eindruck. Dreidimensionale Bauwerke und Denkmäler oder Ansichten von Bergen und Tälern tut der niederländische Hersteller nach wie vor als optischen Firlefanz ab, sowas gibt es nicht in seinen Navigationssystemen. Man sieht das Straßennetz und kann anhand der vorherrschenden Farbe geschlossene Bebauung von einem Wald unterscheiden, das war’s dann aber auch schon.

Das Navi bietet einen nahezu perfekten Autozoom: Auf Straßen mit hoher Geschwindigkeit zoomt es weit heraus, damit man möglichst viel von der Strecke vorab sieht. Eine Abbiegung vergrößert es für optimale Übersicht fast bildschirmfüllend.

An Autobahnausfahrten- und -knoten zeigt das TomTom Go statische, aber dafür sehr realistische Übersichtsbilder samt realistischer Wegweiser. Auf allen wichtigen Straßen zeigt das Navi außerdem einen Fahrspurassistenten. Auf Wunsch wechselt das Navi mit dem Sonnenauf und- untergang zwischen der hellen und kontrastreichen Tages- und der dunkleren Nachtansicht.

Die Sprachausgabe der TomTom-Navis ist dem Anschein nach im Jahr 2005 stehen geblieben. Man findet zwar das Ziel, aber sowohl die Grammatik als auch die Aussprache lassen zu wünschen übrig. Das Gerät verfügt zudem über eine Spracheingabe, die aber wie bei allen Mitbewerbern nur mit viel Übung benutzt werden kann.

Fazit: Das TomTom Go 950 Traffic ist ein zuverlässiges und überragend einfach bedienbares Navigationssystem. Die Routenberechnung ist nicht die schnellste, aber sicher eine der besten. Die Sicherheit, regelmäßig aktuelle Landkarten zu erhalten, macht das Navi auch auf lange Zeit wertstabil.





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TomTom Go Live 1000


Für Navi-Nutzer brechen bessere Zeiten an. Mit dem TomTom Go Live 1000 ist ein weiteres mobiles Navi auf dem Markt erhältlich, das über einen kapazitiven Touchscreen bedient werden kann. Das neue TomTom Go Live 1000 kommt mit komplett überarbeiteter Navigationssoftware, einem noch weiter verbesserten Staudienst und einem günstigeren Preis in den Handel.

Bei der Neugestaltung der TomTom Software für den Go Live 1000 stand eindeutig die hauseigene App für das iPhone Modell. Das Touchscreen reagiert wie das iPhone auf leichte Berührungen, während die meisten anderen Navis nach wie vor einen mehr oder minder heftigen Druck auf den Bildschirm verlangen. Ein wichtiger Punkt ist die Ansicht der Staus, die sich wie glühende Raupen über die Karte schlängeln, aber auch die Stauleiste rechts neben der Karte und das gesamte Look and Feel nahm die iPhone App vorweg. Inhaltlich hat TomTom die Menüs zum Glück nicht angefasst, und so erwartet im Navi Test dieselbe Funktionsvielfalt wie bei den Navis der Vorgängerserie.

Die Icon-Listen sind damit zwar umfangreich, doch tippt man sich dank schneller Reaktion des Navis flink durch die Menüs. Maßgeblichen Anteil an der sehr guten Bedienbarkeit hat der neue Touchscreen, der erstmals bei TomTom kapazitiv ausgeführt ist, also nicht auf Druck reagiert, sondern auf Berührung. Das klappt so feinfühlig und problemlos, dass man beim Umstieg auf einen herkömmlichen Screen erst einmal erschrickt. Sogar die typischen iPhone Gesten werden im Menü und auf der Karte unterstützt, im Navi Test tippt es sich auf den Icons aber besser.

Generell ist die Hardware des neuen Go 1000 prima gelungen. Das Navi wirkt wie aus einem Guss, liegt satt in der Hand, und die teilweise mit Metall verkleidete Rückwand gibt dem ganzen dann noch einen Schuss Noblese. Auch die neue Halterung, die den TomTom Go Live 1000 wie von selbst mit kleinen Magneten in die richtige Einrastposition zieht und dort festhält, hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Da der neue Go 1000 zudem über Sprachsteuerung verfügt und äußerst schnell rechnet, schließt er das Kapitel Handhabung mit einen Rekord in allen Navigationsklassen ab.
Live und in Farbe das TomTom Go Live 1000

Mit dabei sind selbstverständlich die Live-Dienste. Im Kaufpreis sind die Deinste ganze zwei Jahre inklusive und das europaweit. Danach kostet jedes weitere Jahr 49 Euro. Neben den abermals verbesserten HD-Traffic-Staumeldung gehören auch eine Wetter-Info, die Google-Suche für die Zieleingabe und ein Blitzerwarner zu den Live-Diensten. TomTom hat die Benzinpreise wieder aus dem Angebot genommen. Auch andere Sachen hat TomTom konsequent weggelassen. Der zuletzt enthaltene Reiseführer ist entfallen, sämtliche Unterhaltungsfeatures wie Bildbetrachter und Co. und auch einen Speicherkarten-Slot findet man nicht mehr am Navi, wozu auch. Der neue TomTom Go Live 1000 ist Navigation pur, bloß die Bluetooth-Freisprecheinrichtung ist erhalten geblieben.

Wie die Menüs hat TomTom auch die Kartendarstellung modernisiert. Auch dabei blieben sich die Niederländer treu. Bis auf eine neue, frischere Farbgestaltung mit feineren Linien und mehr Details sowie einen 3-D-Effekt in der Fußzeile hat sich nichts getan. Die Kartendarstellung ist präzise, schick und übersichtlich, aber eben auch nicht besonders spektakulär. Beim 4,3-Zoll-Display haben die Entwickler von TomTom, was die Bedienbarkeit betrift, ganze Arbeit geleistet; das Blättern durch die Menüs gelingt genauso einfach wie die Eingabe des Zielorts oder das Scrollen durch die Karte. lediglich bei der Auflösung von 480x272 Pixeln besteht noch Spielraum für Verbesserungen. Das gilt ebenso für die Sprachausgabe, die inhaltlich unverändert und mit der gewöhnungsbedürftigen synthetischen Männerstimme präzise Anweisungen gibt, wenngleich ab und zu etwas merkwürdig formuliert. Der Lautsprecher an der Gehäuserückseite bringt das Ganze aber sehr klar, laut und unverzerrt zu Gehör, da kann der TomTom dann wieder punkten.
Routenberechnung und Handhabung mit dem TomTom Go Live 1000

Auf Rekorkurs ist der TomTom Go Live 1000 beim Kapitel Routenberechnung. Dank der hauseigenen Tele-Atlas Karten und der IQ-Routes-Daten, welche die realen Geschwindigkeiten pro Streckenabschnitt der Berechnung zugrunde legen, kann man dem TomTom Go Live 1000 nichts vormachen. Anschalten und nicht mehr Frage stellen, das ist hier tatsächlich möglich. Bis auf einen überflüssigen Schlenker im Navi Test funktionierte die TomTom-Strategie perfekt. Zum Glück hat TomTom im Gegensatz zur letzten XL-Serie die Routenoptionen nicht gestrichen, denn die Eco-Route hilft enorm beim Sprit sparen.

Doch vor allem der abermals verbesserte Staudienst HD-Traffic hilft dem TomTom dabei, auch in der Kategorie Routenberechnung einen neuen Rekord aufzustellen. Nach eigenen Angaben werden nun mehr als doppelt so viele Staus und Behinderungen gemeldet, dazu kommt eine Stau- und Verkehrsprognose. Dank der Seitenleiste hat der Fahrer die aktuelle Verkehrssituation immer im Blick, das Navigationssystem schlägt alternative Routen vor und die Genauigkeit sucht seinesgleichen. Einzig eine nach Straßen sortierte Listenansicht fehlt dem TomTom Go Live 1000.
Unterwegs souverän

TomTom Go Live 1000 hat auch die Routenberechnungs-Algorithmen überarbeitet, so dass der neue Go Live 1000 vor allem bei Neuberechnungen blitzschnell arbeitet. Für eine Route quer durch Europa braucht das Navigationssystem zwar weiterhin auch mal länger als eine Minute. Im Alltag funktioniert der Go Live 1000 schnell, zuverlässig und reibunglos. Wenn man sich an die Sprachausgabe gewöhnt hat, stellt sich alsbald das Gefühl ein, sicher und zuverlässig geleitet zu werden, und an die hervorragenden Staumeldungen gewöhnt man sicht erst recht.

Der neue TomTom Go Live 1000 stellt in den Punkten Handhabung und Routenberechnung neue Rekorde auf, während sich seine Ausstattung auf Navigation und Zielführung konzentriert und folglich TomTom typisch eher nüchtern bis pragmatisch bleibt. Mit dem reaktionsschnellen Touchscreen macht die Bedienung richtig Spaß, lediglich die Auflösung könnte etwas höher sein. Bei der Routenführung muss sich TomTom aufgrund des starken Infodienstes HD Traffic mit dem Go Live 100 vor der Konkurrenz nicht fürchten. Der allgemeine Preisverfall bei Stand-alone-Navis macht sich auch beim deutschen Marktführer bemerkbar und so ist dieses exzellent verarbeitete Navigationsgerät schon für unter 300 Euro zu haben.



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