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Alt 28.02.2010, 21:30   #1
Sati2000
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Standard DiSEqC Erklärung

Dadurch können bis zu vier Satellitenpositionen empfangen werden. Ein Beispiel: Die Sat-Anlage besteht aus zwei Schüsseln, eine für Astra/Eutelsat und eine andere für Türksat. Wählt man nun ein Programm auf der Astra-Position aus, werden die Schaltkriterien "Option A", "Sat-Position Astra", "Frequenzband High" und "Polarisation horizontal" übertragen. Auf diese Weise wird das richtige Satellitensystem angewählt. Diese vier Schaltkriterien entsprechen dem DiSEqC-Level 1.0.

Das Level 1.1 besitzt als Erweiterung zusätzliche Steuerbefehle, die in Einkabelsystemen eingesetzt werden. Um eine Sat-Anlage mit Drehmotor zu steuern, benötigt man eine Set-Top-Box mit DiSEqC-Level 1.2. Die italienische Firma Stab hat zur Vereinfachung der Installation von Drehanlagen USALS (Universal Satellites Automatic Location System) entwickelt. Obwohl es sich hierbei um ein Programm und nicht wie im Fall von DiSEqC um ein Kommunikationsprotokoll handelt, wird USALS auch häufig als DiDEqC-Level 1.3 bezeichnet.

DiSEqC beruht auf dem Master/Slave-Prinzip, das heißt, dass der Master – also die Set-Top-Box – Befehle an das angeschlossenen Equipment wie zum Beispiel einen Multischalter oder einen LNB weitergibt. Dieses Equipment sind die Sklaven. Ab dem Level 2.0 können die Slaves auch antworten, um dem Master zum Beispiel den empfangbaren Befehl zu bestätigen.

Dadurch wird die Erstinstallation von Sat-Anlagen erheblich vereinfacht. Entsprechend des 1.x-Levels gibt es ihre 2.x-Pendants, jedoch hat sich lediglich DiSEqC 2.0 im Markt durchgesetzt. Das Level eines Multischalters oder Receivers erkennt man am DiSEqC-Logo. Dabei sind die einzelnen Stufen abwärtskompatibel, das heißt eine Set-Top-Box mit DiSEqC 2.0 funktioniert auch mit einem angeschlossenen Multischalter wenn dieser "nur” Level 1.0 oder 1.2 besitzt. Sämtliche bisherigen Komponenten in der Sat-Anlage können also weiter verwendet werden.

Ein DiSEqC-Datenwort besteht aus vier Byte: dem Header, dem Adressbyte, dem Befehlsbyte und optional dem Datenbyte. Die Datenfolge beträgt rund 54 Millisekunden. Der Header beinhaltet den Absender des Datenpakets. Das kann zum einen der Receiver, ab Level 2.0 aber auch ein Multischalter sein. Am Adressbyte ist festgelegt, welches LNB oder welcher Switch der Sat-Anlage der Empfänger des Datenworts ist. Das Befehlbyte, auch Kommando genannt, beinhaltet die Schaltkriterien, damit der Adressat zum Beispiel die Polarisationsebene oder das Frequenzband wechselt.

Mit DiSEqC wurde nicht nur das Wirrwarr um die unterschiedlichen Schaltbefehle aus dem analogen Sat-Empfang beendet, es können auch wesentlich mehr Sat-Positionen als zuvor empfangen werden. Doch DiSEqC erweitert nicht nur die Empfangsmöglichkeiten.

Da die Schaltbefehle immer dreimal gesendet werden, lassen sich die Multischalter zum Beispiel kaskadieren, das heißt es können bis zu drei Multiswitches hintereinander geschaltet werden, um die Zahl der Teilnehmeranschlüsse zu erhöhen. Für die Eintelnehmeranlage, die lediglich Astra auf 19,2° Ost empfängt, ist DiSEqC sicherlich kein Thema. Wer jedoch mehr als das sehen will, kommt ohne DiSEqC nicht aus.
Quelle: Digital Fernsehen
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